“Alte Dame” schwächelt und Diego ist schuld!
Der ehemalige Bundesliga-Star Diego wird bei Juventus Turin zum Gesicht der Krise. “Er ist wie ein unbenutzter Ferrari in der Box. Trotz seiner Opferbereitschaft und seines guten Willens findet er seinen Platz in der Mannschaft von Juve einfach nicht”, schrieb die Tageszeitung Gazzetta dello Sport, nachdem die “Alte Dame” gestern durch die 0:1-Niederlage gegen Chievo Verona auf den fünften Tabellenplatz abgestürzt war.
Meisterschaft in weiter Ferne
“Schwarze Nacht bei Juventus, die Mannschaft versinkt im Chaos”, titelte die Gazzetta heute. Juventus verliert nach zuletzt fünf Pleiten in sieben Ligaspielen die Champions-League-Teilnahme zunehmend aus den Augen, die Meisterschaft in der Serie A ist bei mittlerweile 15 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Inter Mailand ohnehin bereits abgeschrieben. Das Vorrunden-Aus in der “Königsklasse” nach der bitteren 1:4-Pleite gegen Bayern München steckt den Juve-Profis offenbar noch immer in den Knochen.
Trainer Ferrara kämpft
Turins Trainer Ciro Ferrara gerät immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. Seit Tagen wird in den italienischen Medien über eine Ablösung des 42-Jährigen spekuliert, doch freiwillig will er nicht das Handtuch werfen. “Wir erleben eine negative Phase, ich suche keine Entschuldigungen. Ich glaube fest an diese Mannschaft, leider zeigen die Spieler nicht ihr Potenzial. Das ist nicht die Mannschaft, die ich kenne”, sagte Ferrara.´
Guss Hiddink im Gespräch
Turins Generaldirektor Roberto Bettega stärkt seinem in die Kritik geratenen Coach öffentlich weiter den Rücken. “Ferrara bleibt unser Trainer”, sagte Bettega. Allerdings soll es bereits Gespräche mit dem Niederländer Guus Hiddink gegeben haben. Der russische Nationaltrainer hatte zuletzt vom eigenen Verband die Erlaubnis erhalten, nebenbei noch einen Klub zu trainieren. Eine weitere Alternative könnte Dino Zoff sein.
Auch Fans machen Sorge
Allerdings macht dem Juve-Management nicht nur der sportliche Niedergang zu schaffen. Auch die Fans bleiben ein Sorgenfaktor. Beim Spiel gegen Chievo fielen die Juve-Tifosi erneut wegen rassistischer Gesänge gegen Inter-Stürmer Mario Balotelli negativ auf. Wegen dieser beleidigenden Gesänge muss Juve bereits beim nächsten Heimspiel gegen den AS Rom ohne Anhänger in der südlichen Fankurve spielen. Auch gewaltbereite Hooligans setzen den Verein unter Druck. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den AC Mailand verbrannten Juve-Anhänger Spruchbänder und Tribünensitze. Dabei wurden fünf Personen verletzt.
Es brennt also an allen Fronten. Nur Siege können die Falmmen Stück für Stück eindämmen!
Morten Püschel kommentierte für Bundesliga.de und schreibt für Betfair.
