Am Samstag musste sich Real Madrid im Schlagerspiel der Primera División im eigenen Stadion von Meister FC Barcelona beim 0:3 vorführen lassen, am Montag folgte dann ein weiterer Schlag für die Madrilenen. Die Verletzung, die sich Stürmerstar Raúl in der Partie im linken Knie ohne gegnerische Einwirkung zuzog, stellte sich als Meniskusriss heraus. Der Offensivakteur musste nach 58 Minuten gegen Guti ausgetauscht werden und konnte die beiden Tore des überragenden Barca-Akteurs Ronaldinho nur noch von außen bewundern.
Für den 28-Jährigen ist das Fußball-Jahr 2005 vorzeitig beendet. Raúl wird seinem Team nicht nur in der Liga fehlen, sondern auch in den anstehenden letzten beiden Spielen der Gruppenphase der Champions League am Mittwoch gegen Olympique Lyon und am 6. Dezember bei Olympiakos Piräus.
Der Mann mit der Nummer 7, der seit 1992 für die "Königlichen" stürmt, wird wenigstens zwei Monate ausfallen. In dieser Saison stand er trotz der hochkarätigen Konkurrenz mit Robinho, Julio Baptista und vor allem Ronaldo in allen zwölf Liga-Partien und in den vier Spielen in der "Königsklasse" in der Startformation der Elf von Vanderlei Luxemburgo. In der Primera División war der Angreifer fünfmal erfolgreich, auf europäischer Ebene traf er zweimal.
Die spanische Nationalelf führte er als Spielführer in den WM-Playoffs gegen die Slowakei (5:1, 1:1) zur Endrunde 2006 nach Deutschland. 91 Länderspiele hat Raúl für Spanien absolviert und ist mit 42 Treffern der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte der Iberer.


