Seifert kritisiert Premiere

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Seifert kritisiert Premiere

16.01.2006 08:54

Gut drei Wochen nach der Vergabe der TV-Rechte an die Sportrechteagentur Arena hat der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, Christian Seifert, scharfe Kritik am Pay-TV-Sender Premiere geübt.

"Die Ansage dort war: Entweder die Liga macht, was wir wollen, oder wir zahlen weniger. Ich dagegen habe dafür plädiert, dass wir unser Spiel spielen und uns die Taktik nicht von jemand anders diktieren lassen. Wir sind nicht erpressbar", sagte Seifert in der "Welt am Sonntag".

Die DFL hatte den Zuschlag für die TV-Rechte mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2009 an Arena vergeben und bekommt pro Saison dafür rund 240 Millionen Euro.

Man habe bei der Entscheidung auch die Lehren aus der einstigen Pleite von Medienmogul Leo Kirch gezogen, sagte Seifert:

"Die Finanzplanungen von Premiere mussten Anlass zur Vorsicht geben, weil sie darauf fußten, dass durch mehr Exklusivität auch mehr Abonnenten gewonnen werden. Was aber, wenn diese Wette auf die Zukunft nicht aufgeht?"

Bei der Suche nach einem Namens-Sponsor für die Bundesliga rechnet Seifert im Frühjahr mit einer Entscheidung: "Wenn es klappt, werden wir rechtzeitig vor der neuen Saison, das heißt im März oder April, mit einem Partner abschließen."

Der Vertrag soll ab der Saison 2006/2007 für drei Jahre laufen. Man sei "in guten Gesprächen mit einer begrenzten Auswahl von drei, vier Unternehmen". Als Favorit gilt die Deutsche Bahn.
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