14.Spieltag: Hannover 96 - FC Schalke 04
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lion86
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Schalke: Hecking befasst sich mit Asamoah - Zé Roberto kommt
Spielkultur dank Özil und Altintop
In Anbetracht der Ergebnisse der Konkurrenz war es nicht mehr als ein Pflichtsieg, der Schalke zumindest im oberen Drittel hält. Dennoch: Der erste "Dreier" nach fünf sieglosen Ligaspielen trug durchaus Züge einer möglichen "Wende". Nicht zuletzt, weil die Mannschaft ihre öffentlich ausgegebene Zielsetzung von zwölf Punkten aus den letzten vier Vorrundenspielen endlich mit der nötigen Entschlossenheit untermauerte.
"Vielleicht brauchen wir diesen Druck. Heute hat man gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten", erklärten Matchwinner Kevin Kuranyi (25) und diverse Kollegen fast wortgleich. Das spricht zwar nicht für die Einstellung in der schwachen Saisonphase, nährt aber Hoffnungen in Bezug auf die geplante Serie. Zumal Hannover im Vergleich mit Bochum (H), Frankfurt (A) und Nürnberg (H) schon die objektiv gesehen höchste Hürde darstellte.
Eine Wende hin zu mehr spielerischer Klasse verspricht derweil die Systemumstellung Slomkas, der seine Jung-Spielmacher Mesut Özil (19) und Ivan Rakitic (19) jeweils von den Flügeln aus gemeinsam wirken ließ und auf einen Zweier-Angriff setzte. Prompt hielt lange vermisste Spielkultur Einzug. Im Mittelfeld besonders dank Özil, dem Slomka "teils geniale Bälle in die Spitze" attestierte. Die einst von Regisseur Lincoln getragene Verantwortung auf beide potenzielle "Erben" zu übertragen, könnte sich als Ideallösung herausstellen.
"Eine gute Idee, denn Ivan und ich harmonieren sehr gut", bestätigte Özil. Und Stürmer Halil Altintop (24) schwärmte, "wie die beiden Jungs uns einsetzen können". Apropos Altintop: Er bewies erneut, dass er in einem Zweier-Sturm aufblüht - und dank der Kombination aus Spielverständnis und Torgefährlichkeit der ideale Nebenmann Kuranyis ist. Gerald Asamoah (29) hat da, wohl auch perspektivisch, schwächere Argumente. Ein Gespräch über die Zukunft des Publikumslieblings (Vertrag läuft aus) fand statt, ein Ergebnis wollen weder der Profi noch Manager Andreas Müller nennen. Auf einen Abschied deuten derweil die Worte von Hannovers Trainer Dieter Hecking hin: "Gerald und ich reden ab und an, haben ja noch zusammen gespielt. Ein Fehler, würden wir uns nicht mit ihm befassen."
Zé Roberto kommt - Zuversicht bei Streit
Gemäß ursprünglicher Planung wäre Schalkes designierter Neuzugang Zé Roberto (26, Botafogo) nach Saisonschluss in Brasilien bereits diese Woche zum Medizincheck angetreten. Ein Muskelfaserriss verzögert die Angelegenheit nun um einige Tage. Die Verpflichtung des Offensiv-Allrounders im Winter bleibt indes Formsache. Nach kicker-Informationen sind sich die Klubs einig, Zé Roberto erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2011. Auch in Sachen eines vorzeitigen Wechsels von Albert Streit (27) ist Manager Andreas Müller zuversichtlich. Mit Frankfurts Heribert Bruchhagen führte er ein erstes Gespräch, "vertagte" sich bis Vorrundenende.