Ist sehr gut gelaufen für die Kölner - aber nun kommen noch die absolut zwei schwersten Spiele mit Mainz und Kaiserslautern und genau da habe ich die befürchtung das wir es uns alles nochmal verspielen können.
Man stelle sich aber mal vor, nur noch ein Sieg gegen Mainz würde reichen um aufzusteigen.
Wieso 2 schwere Spiele?
Es genügt doch schon gegen Mainz zu gewinnen, dann ist alles in Butter und der Aufstieg geschafft. Und zwischen Mainz und dem FC liegen derzeit Welten. Die komplette Abwehr des FC ist gut eingespielt und hat es erfeulicher Weise geschafft ohne Gelbsperre gegen Mainz spielen zu können. Unser Mittelfeld hat endlich Fahrt aufgenommen und geht mit dem richtigen Einsatz und klugen Pässen (Zuckerpass zum 1:0 von Broich ) als Beispiel voran. Und vorne kreisen Nova und ein Nimmermüder Helmes. Mainz hingegen ist in der Sinnkrise und hat mit dem heutigen Spieltag den schon lange fälligen Dämpfer erlitten, deren Leistung stimmt schon seit ein paar Spieltagen nicht mehr.
Sollte wider erwarten was schief laufen, gehe ich davon aus das Lautern in Jena gewinnt und die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt dort abgreift und den letzten Spieltag geruhsam angehen kann da ja noch Osnabrück gegen Offenbach spielt.
Also is doch alles schön.
2 schwere Spiele deshalb weil es ja keine garantie dafür gibt das man Mainz bezwingt, natürlich würde es mich freuen wenn wir gleich gegen Mainz gewinnen und somit den Aufstieg perfekt machen.
Augsburg – Vor dem Anpfiff gingen Patrick Helmes (24) und Milivoje Novakovic (28) aufeinander zu. Sie zwinkerten sich zu, umarmten sich, ballten dann die Fäuste. Eine Szene wie ein Schwur. Eine Szene, die besagte: Wir beide machen heute ein großes Spiel…
WAS FÜR EIN STURMDUO! Helmes und Nova – die Kölner „Aufstiegsversicherung“ (FC-Coach Christoph Daum) machte am Mittwoch ihrem Namen zum x-ten Mal in dieser Saison alle Ehre. 37 (!) Buden haben beide bislang fabriziert!
Eine Quote, die selbst die der großen Sturmduos der jüngeren FC-Vergangenheit (Polster/Labbadia - Podolski/Scherz) seit Mittwoch übertrifft: Helmes machte aus vier Torschüssen zwei Buden und Nova aus seiner einzigen Gelegenheit das entscheidende 2:0 – schwupps hatte der FC den Sieg mal wieder in der Tasche.
„Er war überragend. Schade, dass er im Sommer geht“, meinte Kollege Roda Antar neben ihm noch, da sprudelte aus „Paddy“ ein Versprechen heraus. „Ich hab‘s mir schon im Sommer vorgenommen, dass ich – wenn ich gehe – ich den Jungs den Aufstieg schenke. Und wir sind auf einem guten Weg, dass wir es am Sonntag packen.“
Angebliches Treffen
Am Eigelstein isst Meier – mit Slomka?
Köln – Hat sich FC-Manager Michael Meier mit Mirko Slomka getroffen oder nicht?
Drei Tage vor dem schicksalhaften Spiel des FC gegen Mainz meldete die Nachrichtenagentur dpa am Freitag um 12.41 Uhr Folgendes:
„Es mag Zufall sein, dass sich FC-Manager Michael Meier mit dem ehemaligen Schalker Coach Mirko Slomka am Kölner Eigelstein zum Essen traf - klar ist, dass der FC schnell Planungssicherheit in der Trainerfrage braucht, die in Mainz geklärt ist.“
EXPRESS hakte beim momentan arbeitslosen Coach (am 13. April auf Schalke geschasst) nach. Der zeigte sich verwundert – und dementierte das angebliche Geheimtreffen mit Meier heftigst:
„Hanebüchen! Da ist definitiv nix dran. Es hat kein Treffen mit Meier und mir gegeben. Keins aus beruflichen, keins aus privaten Gründen“, beteuerte Slomka und schob wütend nach: „Das ist ja Wahnsinn, so etwas vor so einem wichtigen Spiel zu verbreiten. Für die Kölner geht es gegen Mainz doch um den Aufstieg. Das wird auch dem Herrn Meier kaum gefallen.“
Sowieso. Denn Unruhe kann der FC vor dem so wichtigen Aufstiegsfinale am Sonntag am wenigsten gebrauchen. Klar ist aber auch, dass der FC im Falle des Abschieds von Christoph Daum rasch einen Nachfolger bräuchte. Und deshalb schießen die Gerüchte und Spekulationen wohl weiter ins Kraut…
„Dramatik, Spannung pur, Krimi“
Anspannung vor Sonntag
Auf der Pressekonferenz vor dem „Aufstiegsfinale“ gegen Mainz am kommenden Sonntag präsentierte sich FC-Coach Christoph Daum gut gelaunt den anwesenden Journalisten.
Besondere Bedeutung
„Dramatik, Spannung pur, Krimi“, das waren die Worte, mit denen Daum gleich zu Beginn das Duell mit dem Tabellenvierten am Sonntag im ausverkauften RheinEnergieStadion beschrieb. Der Trainer ist froh, dass die Mannschaft sich diese gute Ausgangsposition erkämpft hat. „Darauf haben wir hingearbeitet. Es geht jetzt um den Aufstieg und da ist es wichtig, dass du dich auf dieses Spiel und auf deine Leistung konzentrierst. Durch die Tabellensituation bekommt das Spiel natürlich eine besondere Bedeutung.“
Ein Ziel, eine Vision
Daum, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, warnte aber davor, die Partie gegen die starken Rheinhessen als Selbstläufer zu sehen. „Für Mainz geht es ums Überleben hinsichtlich des Aufstiegs und Jürgen Klopp wird sicherlich alle Register ziehen, um diese letzte Chance zu nutzen.“ Der FC-Coach setzt in diesem engen Duell auch auf die Unterstützung der rot-weißen Fan-Gemeinde. „Wir haben ein Publikum hier, das uns gerade dann unterstützt, wenn wir diese Hilfe brauchen. Und auch die Fans haben alle ein Ziel, eine Vision: Dieses eine Spiel zu gewinnen!“
„90 Minuten Knochenarbeit“
Bei aller Euphorie rund um den Klub appellierte Daum daran, „den Ball flach zu halten“ und sich auf ein Geduldsspiel vorzubereiten. „Euphorie ist erst nach einem erfolgreichen Spiel angesagt, vorher ist 90, 92 Minuten Knochenarbeit angesagt. Aber da bekomme ich auch in der Mannschaft mit, dass da etwas Großartiges zusammenwächst. Und ich bin mir sicher, dass jeder, der am Sonntag auf dem Platz ist, sich für diese Mannschaft, für diesen Verein, diese Stadt, diese Region und auch für seine eigene Zukunft total verausgaben wird.“
„Das ist etwas Großartiges“
Insgesamt war dem Trainer anzumerken, dass er sich über die Konstellation und die Möglichkeit, den Aufstieg vor heimischem Publikum perfekt machen zu können, freut. „Das ist eine spannende Situation, aber das ist das Schöne am Fußball, dass wir solche spannenden Situationen haben, dass wir damit vielleicht sogar Millionen von Menschen bewegen können. Das ist etwas Großartiges, diese Emotionalität, die vom Fußball ausgeht“, fasste er seine Gefühlslage vor dem vielleicht entscheidenden Heimspiel zusammen.
GeißbockEcho: Wolfgang Overath & Christoph Daum – das Doppelinterview
"Wir haben noch nichts gewonnen"
Noch 180 reguläre Spielminuten und die Saison 2007/2008 ist Geschichte. Wolfgang Overath hat zwar nie einen Hehl aus der FC-Zielsetzung "Aufstieg" gemacht, aber er hat auch immer betont, wie schwer diese Aufgabe werden wird. Christoph Daum hat dafür den Begriff "Marathonlauf Aufstieg" geprägt und seine Marschtabelle sah vor, dass man auf den letzten Kilometern vorne mit dabei sein muss. Nun steht der FC - um im Bild zu bleiben - kurz vor dem Finish, ein Sieg gegen Mainz und die Rückkehr in die Bundesliga wäre perfekt. Im gemeinsamen GeißbockEcho-Interview erläutern Präsident und Trainer die Gründe für den bisher erfolgreichen Endspurt, gleichzeitig warnen beide aber auch vor verfrühter Euphorie. Das Gespräch führten Christopher Lymberopoulos und Götz Großhans.
GeißbockEcho: Wolfgang Overath, Christoph Daum, wie beurteilen Sie die Situation vor dem 32. Spieltag und dem Heimspiel gegen den FSV Mainz?
Wolfgang Overath: "Die Grundtendenz ist klar – wir haben eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen, aber wir haben noch nichts gewonnen. Am Sonntag geht es nur darum zu gewinnen, aber es wird schwer, denn Mainz gehört zu den absoluten Topmannschaften und wir müssen auf jeden Fall an unsere Leistung von Hoffenheim anknüpfen. Unser großer Vorteil ist, dass wir zu Hause vor den Menschen spielen, die genauso wie wir, alles für den FC geben."
Christoph Daum: "Ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung des heimischen Publikums am Sonntag wieder eine Einheit sind. Wir werden Fans und Mannschaft einen krönenden Abschluss einer turbulenten Saison bieten. Die Mannschaft hat sich das redlich verdient und ich bin mir sicher, dass wir diesen entscheidenden Schritt gemeinsam gehen werden."
Wo liegen die Gründe, dass die Mannschaft sich ausgerechnet jetzt gefunden hat?
Overath: "Die Mannschaft hat sich fast in der gesamten Saison sehr schwer getan, eine gewisse Konstanz zu erreichen. Nach dem vierten Spiel in München habe ich gedacht, dass sie ihren Weg gefunden hat, aber dann kam leider immer mal wieder ein schwächeres Spiel. Im Hinspiel gegen Hoffenheim haben wir dann alle Erwartungen erfüllt und bis zum Ende der Hinrunde ist uns der Sprung auf Platz Drei gelungen. Die Winterpause kam dann für uns zum falschen Moment, danach mussten wir wieder bei Null anfangen und haben gebraucht, unsere Form zu finden. Das war eine schwere Aufgabe, weil der Druck hier in Köln immer immens groß ist. Wir hatten auch ein bisschen Glück, dass die Gegner einige Male für uns gespielt haben, aber das gleicht sich in einer Saison aus. Am Ende steht man nicht aufgrund des Glücks da oben. Die Mannschaft hat es geschafft, in den letzten Wochen so nah zusammenzurücken, wie es sich der Trainer vorstellt und wie es eine gute Mannschaft eben machen muss. Das wird am Ende der Grundstein und entscheidende Faktor sein."
Daum: "Das stimmt, Wolfgang. Der Druck, den wir in den letzten Wochen hatten, hat uns zusammengeschweißt und so sprechen wir jetzt in der Endphase endlich eine gemeinsame Sprache, die Sprache des Erfolges. Die Mannschaft hat daraus eine unglaubliche Stärke entwickelt und jeder wusste, dass es nur noch gemeinsam geht. Wahrscheinlich brauchten wir diese ganzen Lehren, die wir in dieser Spielzeit durchlaufen mussten, um letztendlich dort hinzukommen, wo wir heute stehen."
Was wird in den letzten beiden Spielen das Wichtigste sein?
Daum: "Wir müssen weiter die Grundeinstellung vermitteln und vorleben, dass wir alles gewinnen können und es in der eigenen Hand haben. Die ganze Konzentration gilt jetzt erst einmal dem Spiel gegen Mainz und wir werden von der ersten Sekunde an mit der Einstellung auflaufen, zu siegen. Der Heimvorteil spielt dabei eine große Rolle, denn wir haben uns in den letzten Monaten einen Heimnimbus erarbeitet. Die Fans im Rücken sind enorm wichtig für uns und helfen gerade in Situationen, wo es mal nicht so gut läuft – und das brauchen wir gerade in so Spielen wie gegen Mainz.
Overath: "Es ist vollkommen richtig Christoph, zuerst haben wir nur das eine Spiel gegen Mainz. Das ist zunächst das wichtigste Ziel. Die Mannschaft muss wissen, dass es noch nicht geschafft ist und da muss man, entgegen der Euphorie im Umfeld, die Emotionen kontrollieren. Wir müssen gegen das Gefühl arbeiten, wir wären schon am Ziel. Im Grunde müssen wir gegen Mainz gewinnen, denn bei einem Unentschieden fahren wir mit enormem Druck nach Kaiserslautern."
Daum: "Wir brauchen absolute taktische Disziplin, Einsatzbereitschaft bis über die Schmerzgrenze hinaus und auch die bedingungslose Identifikation mit dem Club, den Fans, der Region und der Stadt, wird eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus müssen wir den Überblick behalten, Geduld haben und mit großer Willensausdauer in das Spiel hinein gehen. Getreu dem Motto - Selbstkontrolle ist Spielkontrolle."
Overath: "Ich wünsche mir und uns allen, dass wir so stark und konsequent spielen wie gegen Hoffenheim, denn das ist der Schlüssel zum Sieg. Wir waren aggressiv, wir waren am Mann, der Gegner hatte meist keine Chance - das hat den Unterschied gegen eine Klassemannschaft ausgemacht."
Wie sieht das Restprogramm der Mannschaft bis Sonntag aus - flüchten Sie vor dem Trubel?
Daum: "Wir werden uns wie immer gewissenhaft auf dieses Spiel vorbereiten, denn jeder weiß ganz genau worum es geht. Wir haben einige angeschlagene Spieler, die zweimal am Tag behandelt werden und auch sonst werden sich alle hoch professionell verhalten – da vertraue ich jedem einzelnen Spieler. Und was den 'Trubel' betrifft, können Sie davon ausgehen, dass alle, die innerhalb des Clubs zum bisherigen Erfolg beigetragen haben, wissen, welche Schwierigkeit noch zu bewältigen ist. Um in der Fußballersprache zu bleiben: 'Wir und alle aus dem Umfeld halten den Ball flach.'"