Doppelpack-Nova im EXPRESS
Ich möchte in Köln eine Legende werden!
ch lebe dafür, um Tore zu schießen. Tore sind mein Lebenselixier. Und sie machen die Menschen glücklich. Die größte Belohnung für meinen Doppelpack in Cottbus gab es am Flughafen von Ljubljana.
Als ich aus der Maschine kam, erwartete mich schon meine Familie. Mutter und Vater waren gekommen, meine Schwester, meine Nichte und mein Neffe. Dem kleinen Uros widme ich die beiden Tore. Er hatte letzte Woche Geburtstag.
Aber den FC-Fans widme ich die Treffer genauso. Es tut mir leid, dass sie in Cottbus ein so schlechtes Spiel sehen mussten. Wir haben mies gespielt, ehrlich. Mit Fußball hatte das wenig zu tun! Aber so ist das nun mal.
Wenn du am Ende die Tore machst, hast du trotzdem recht – und das Glück auf deiner Seite. Mann, hatte ich Schwein, dass Tremmel den Ball mir vor die Füße legte. Und beim Elfer habe ich einfach nicht nachgedacht. Einfach rein mit dem Ding! Ich wusste, dass ich wieder treffen würde.
Die fünf Spiele ohne Tor, die 20 Spritzen, die ich vorm Spiel bekam, die Beleidigungen der Cottbuser konnten mich nicht nervös machen. Denn ich weiß, dass alle hinter mir stehen. Wie das ganze Team. Ohne meine zehn Mitspieler bin ich gar nichts wert. Zusammen haben wir die 32 Punkte geholt, nicht ich alleine.
Und genau deshalb haben wir uns auch am Dienstag in der Altstadt getroffen. Das war ein perfekter Abend. Wir hatten Spaß, schworen uns aber auch ernsthaft auf Cottbus ein. Und wir merkten: Solche Abende brauchen wir öfter. Im Stadion der Freundschaft waren tatsächlich 14 Freunde auf dem Platz. Jeder ist für den anderen gelaufen, hat für den anderen gekämpft. Ein Freund hat mich nachher gefragt: Nova, willst Du in Köln Legende werden? Ich antwortete: An mir soll‘s nicht scheitern. Ich bin in der Form meines Lebens und kann noch mindestens zwei Jahre auf diesem Niveau spielen.
Was mich besonders freut, ist die Wertschätzung, die ich im Klub erfahre. Der Vorstand hat meinen Landsmann Miso Brecko und mich nach dem Abpfiff im Privatjet mit nach Frankfurt genommen, damit wir den Flug nach Slowenien pünktlich bekamen und ich meine Familie noch sehen konnte. Diese Geste werde ich nie vergessen.
Jetzt genieße ich erst einmal den Moment. Es wird schnell genug wieder stressig werden. Denn noch sind wir nicht gerettet. Wir brauchen noch vier Punkte, ehe wir feiern können. Aber dann auch richtig…!
www.express.de