schalke04.deSechs Knappen mit A-Nationalmannschaft unterwegs
Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich geht in die heiße Phase. Am Samstag (24.3.) und Mittwoch (28.3.) stehen die nächsten Partien an. Im Einsatz sind auch einige Profis aus der Mannschaft der Königsblauen.
Für vier Knappen stehen gleich zwei EM-Qualifikationsspiele an. Hamit und Halil Altintop treffen mit der türkischen Nationalmannschaft am Samstag (24.3.) in Athen auf die griechische Auswahl, vier Tage später steigt das Spiel gegen Norwegen in Frankfurt. Das Programm der Serben um Mladen Krstajic sieht wie folgt aus: Erst geht es am Samstag in Almaty gegen Kasachstan, am Mittwoch (28.3.) empfängt die Mannschaft von Trainer Javier Clemente dann in Belgrad die Portugiesen. Levan Kobiashvili und seine Georgier reisen erst nach Schottland und treten dann zu Hause gegen das Team von den Färöer Inseln an.
Zwei sehr interessante Vergleiche hätten für Søren Larsen und Peter Løvenkrands auf dem Programm gestanden, wenn sie nicht aus Verletzungsgründen auf einen Einsatz hätten verzichten müssen. Das dänische Team von Coach Morten Olsen spielt nämlich erst am Samstag im Rahmen der WM-Qualifikation im Bernabeu-Stadion von Madrid gegen Spanien, anschließend steigt am Mittwoch das Freundschaftsspiel gegen die deutsche Auswahl. Anpfiff ist um 20 Uhr.
Mitwirken wird bei dieser Begegnung Kevin Kuranyi, der zudem vier Tage vorher mit der DFB-Elf auf dem Weg zur EM auf Tschechien in Prag trifft. Die Partie wird um 20.45 Uhr angepfiffen.
Lediglich ein Länderspiel hat Darío Rodríguez vor der Brust. Der Abwehrmann aus Uruguay spielt für sein Heimatland am Samstag (24.3.) in Seoul gegen Korea.
Schalker Nachrichten
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GastGa
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Løvenkrands schießt wieder scharf
Rechtzeitig zur heißen Phase kann der FC Schalke 04 auf ein bewährtes Kaliber zurückgreifen: "Pistol Pete" Løvenkrands schießt wieder scharf und zeigt im Training mit vollem Einsatz, dass er nach überstandener Verletzungspause reichlich Munition für den Titelkampf mitbringt.
Der Ruf als mannschaftsdienlicher Stürmer und Mann für wichtige Tore war ihm von der Insel vorausgeeilt, als die Knappen den pfeilschnellen Dänen im Sommer 2006 von den Glasgow Rangers loseisten. Mit dem schottischen Traditionsclub hatte der Linksfuß 2002 den Pokal sowie 2003 und 2005 die Meisterschaft geholt. Dank seiner Treffer, oft mitten ins Herz des Erzrivalen Celtic, legten die Rangers sogar eine DVD mit den Toren ihres Lieblingsstürmers auf. Titel: "That Loven Feeling". Doch auch in der Champions League fühlte sich Løvenkrands gut aufgehoben. Mit vier Treffern rangierte er in der Saison 2005/06 in Sachen Effektivität direkt hinter Starstürmer Andriy Shevchenko. Die Fans liebten ihren Scharfschützen und adelten ihn mit dem Spitznamen "Pistol Pete".
Viel Vorschusslorbeer, dem der 27-Jährige in seiner Anfangszeit auf Schalke zunächst hinterherlief. Obwohl er unermüdlich für die Mannschaft kämpfte, lief die Abstimmung im Offensivspiel noch nicht so flüssig, dass er seinem Ruf als Goalgetter gerecht werden konnte. Doch bevor "Pistolen-Peter" der Stempel der Ladehemmung aufgedrückt wurde, platzte der Knoten. Im Heimspiel gegen den FC Bayern München erzielte der dänische Nationalspieler mit dem 1:0 sein erstes Tor für die Königsblauen. Es sollten fünf weitere folgen, darunter seine beiden Treffer beim wichtigen 2:0-Sieg bei Werder Bremen; dazu konnte Løvenkrands vier Torvorlagen für sich verbuchen.
Am 10. Februar besorgte "Løve" im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin noch den 2:0-Endstand, doch eine Woche später sollte in Wolfsburg mit einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk auch seine Serie reißen.
Die positive Verbissenheit des Schalker Stürmers zeigte sich jedoch auch in der Reha. Nur einen Monat später steht Løvenkrands bereits wieder auf dem Trainingsplatz. Beflügelt schien er auch von seiner neuen Vaterrolle: Peters Verlobte Teresa, eine waschechte Schottin, die er in Glasgow kennen gelernt hatte, brachte am vergangenen Samstag Töchterchen Sophie zur Welt. Damit auch der sportliche Kosmos bald in Ordnung kommt, brachte der Rückkehrer alle Einzelübungen mit Reha-Trainer Dr. Christos Papadopoulos tapfer hinter sich und stieß in Rekordzeit zurück zur Mannschaft.
Die Reise zum dänischen Nationalteam hat er ebenso wie Søren Larsen vorsichtshalber abgesagt. Schließlich will er nächste Woche fit sein, wenn das Auswärtsspiel in München ansteht: "Ich fühle mich von Tag zu Tag besser und werde weiter daran arbeiten, dass es bis dahin klappt", erklärt Løvenkrands, "denn das wird ein schweres Spiel, und ich will meinen Teil dazu beitragen, es für uns erfolgreich zu gestalten." Wie ernst er es meint, können die Fans täglich im Training verfolgen. Dort lässt der Genesene die Keeper spüren, weshalb er nach Schalke gekommen ist: Der quirlige Stürmer, der sich mittlerweile auf Deutsch zu verständigen weiß, lässt meist Tore für sich reden, schmeißt sich energisch in den Zweikampf und flucht ehrgeizig, wenn ein Abwehrspieler ihm in die Parade fährt. Sprich: "Pistol Pete" ist auf dem besten Wege, geladen gen Bayern zu fahren.
Quelle:schalke04.de
Rechtzeitig zur heißen Phase kann der FC Schalke 04 auf ein bewährtes Kaliber zurückgreifen: "Pistol Pete" Løvenkrands schießt wieder scharf und zeigt im Training mit vollem Einsatz, dass er nach überstandener Verletzungspause reichlich Munition für den Titelkampf mitbringt.
Der Ruf als mannschaftsdienlicher Stürmer und Mann für wichtige Tore war ihm von der Insel vorausgeeilt, als die Knappen den pfeilschnellen Dänen im Sommer 2006 von den Glasgow Rangers loseisten. Mit dem schottischen Traditionsclub hatte der Linksfuß 2002 den Pokal sowie 2003 und 2005 die Meisterschaft geholt. Dank seiner Treffer, oft mitten ins Herz des Erzrivalen Celtic, legten die Rangers sogar eine DVD mit den Toren ihres Lieblingsstürmers auf. Titel: "That Loven Feeling". Doch auch in der Champions League fühlte sich Løvenkrands gut aufgehoben. Mit vier Treffern rangierte er in der Saison 2005/06 in Sachen Effektivität direkt hinter Starstürmer Andriy Shevchenko. Die Fans liebten ihren Scharfschützen und adelten ihn mit dem Spitznamen "Pistol Pete".
Viel Vorschusslorbeer, dem der 27-Jährige in seiner Anfangszeit auf Schalke zunächst hinterherlief. Obwohl er unermüdlich für die Mannschaft kämpfte, lief die Abstimmung im Offensivspiel noch nicht so flüssig, dass er seinem Ruf als Goalgetter gerecht werden konnte. Doch bevor "Pistolen-Peter" der Stempel der Ladehemmung aufgedrückt wurde, platzte der Knoten. Im Heimspiel gegen den FC Bayern München erzielte der dänische Nationalspieler mit dem 1:0 sein erstes Tor für die Königsblauen. Es sollten fünf weitere folgen, darunter seine beiden Treffer beim wichtigen 2:0-Sieg bei Werder Bremen; dazu konnte Løvenkrands vier Torvorlagen für sich verbuchen.
Am 10. Februar besorgte "Løve" im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin noch den 2:0-Endstand, doch eine Woche später sollte in Wolfsburg mit einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk auch seine Serie reißen.
Die positive Verbissenheit des Schalker Stürmers zeigte sich jedoch auch in der Reha. Nur einen Monat später steht Løvenkrands bereits wieder auf dem Trainingsplatz. Beflügelt schien er auch von seiner neuen Vaterrolle: Peters Verlobte Teresa, eine waschechte Schottin, die er in Glasgow kennen gelernt hatte, brachte am vergangenen Samstag Töchterchen Sophie zur Welt. Damit auch der sportliche Kosmos bald in Ordnung kommt, brachte der Rückkehrer alle Einzelübungen mit Reha-Trainer Dr. Christos Papadopoulos tapfer hinter sich und stieß in Rekordzeit zurück zur Mannschaft.
Die Reise zum dänischen Nationalteam hat er ebenso wie Søren Larsen vorsichtshalber abgesagt. Schließlich will er nächste Woche fit sein, wenn das Auswärtsspiel in München ansteht: "Ich fühle mich von Tag zu Tag besser und werde weiter daran arbeiten, dass es bis dahin klappt", erklärt Løvenkrands, "denn das wird ein schweres Spiel, und ich will meinen Teil dazu beitragen, es für uns erfolgreich zu gestalten." Wie ernst er es meint, können die Fans täglich im Training verfolgen. Dort lässt der Genesene die Keeper spüren, weshalb er nach Schalke gekommen ist: Der quirlige Stürmer, der sich mittlerweile auf Deutsch zu verständigen weiß, lässt meist Tore für sich reden, schmeißt sich energisch in den Zweikampf und flucht ehrgeizig, wenn ein Abwehrspieler ihm in die Parade fährt. Sprich: "Pistol Pete" ist auf dem besten Wege, geladen gen Bayern zu fahren.
Quelle:schalke04.de
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GastGa
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Schnusenberg soll neuer Schalke-Präsident werden
Josef Schnusenberg soll neuer Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 werden. Dies teilte der Verein am Rande eines Vorstandsbesuchs bei seinem Hauptsponsor Gazprom im russischen St. Petersburg mit.
Demnach soll der 66 Jahre alte Diplom-Finanzwirt auf der Jahreshauptversammlung am 18. Juni die Nachfolge des noch amtierenden Präsidenten Gerd Rehberg antreten. Die Führungsspitze des Traditionsvereins wird von bisher vier auf dann drei Personen verkleinert. Schnusenberg wurde vom Schalker Aufsichtsrat einstimmig zum neuen Vorsitzenden bestimmt und wird wie bisher die Finanzen und Steuern regeln. «Ich fühle mich als Erster unter Gleichen», sagte Schnusenberg in St. Petersburg.
Quelle:

Josef Schnusenberg soll neuer Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 werden. Dies teilte der Verein am Rande eines Vorstandsbesuchs bei seinem Hauptsponsor Gazprom im russischen St. Petersburg mit.
Demnach soll der 66 Jahre alte Diplom-Finanzwirt auf der Jahreshauptversammlung am 18. Juni die Nachfolge des noch amtierenden Präsidenten Gerd Rehberg antreten. Die Führungsspitze des Traditionsvereins wird von bisher vier auf dann drei Personen verkleinert. Schnusenberg wurde vom Schalker Aufsichtsrat einstimmig zum neuen Vorsitzenden bestimmt und wird wie bisher die Finanzen und Steuern regeln. «Ich fühle mich als Erster unter Gleichen», sagte Schnusenberg in St. Petersburg.
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neco abi
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Mario Basler hospitiert auf Schalke
Ein prominenter Trainingsgast wird die Knappen in der kommenden Woche bei der Vorbereitung auf das Spitzenspiel bei Bayern München begleiten: Mario Basler, Europameister von 1996, hospitiert im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer ab Montag auf Schalke. schalke04.de sprach mit dem 38-Jährigen.
Mario Basler, wie weit ist Ihre Ausbildung zum Fußball-Lehrer fortgeschritten?
Der Lehrgang hat Ende Januar an der Deutschen Sporthochschule in Köln begonnen. In den ersten Wochen stand eindeutig die Theorie im Vordergrund. Daran schließt sich nun ein vierwöchiges Praktikum an. Eine Woche davon verbringe ich auf Schalke, was mich sehr freut.
Warum?
Ich wollte unbedingt hierhin, weil ich sehen möchte, wie Mirko Slomka arbeitet. Als er seinen Job antrat, haben sich viele gefragt, ob er das schafft. Inzwischen hat er alle überzeugt. Es wird für mich sehr interessant sein, wie er seine Ideen im Training rüberbringt, zumal Schalke sehr guten Fußball spielt. Davon verspreche ich mir einiges. Ich will ja auch irgendwann die Laufbahn als Trainer einschlagen.
Einen ersten Vorgeschmack bekamen Sie bei Ihrer Tätigkeit für den Regionalligisten SSV Jahn Regensburg...
... ja, schon nach drei Wochen meldete sich der DFB und fragte, wann ich denn meinen Fußball-Lehrer machen würde.
Wann ist es so weit?
Am 28. Juni haben meine Kollegen und ich hoffentlich alle die Urkunde in der Hand.
Befinden sich unter den Lehrgangs-Teilnehmern ehemalige Mitspieler?
Ja, mit Ciriaco Sforza und Olaf Marschall habe ich noch zusammengespielt. Und mit Ingo Anderbrügge, Marco Kurz und David Wagner sind drei Schalker dabei, die 1997 den UEFA-Cup gewonnen haben.
Quelle: schalke04.de
Ein prominenter Trainingsgast wird die Knappen in der kommenden Woche bei der Vorbereitung auf das Spitzenspiel bei Bayern München begleiten: Mario Basler, Europameister von 1996, hospitiert im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer ab Montag auf Schalke. schalke04.de sprach mit dem 38-Jährigen.
Mario Basler, wie weit ist Ihre Ausbildung zum Fußball-Lehrer fortgeschritten?
Der Lehrgang hat Ende Januar an der Deutschen Sporthochschule in Köln begonnen. In den ersten Wochen stand eindeutig die Theorie im Vordergrund. Daran schließt sich nun ein vierwöchiges Praktikum an. Eine Woche davon verbringe ich auf Schalke, was mich sehr freut.
Warum?
Ich wollte unbedingt hierhin, weil ich sehen möchte, wie Mirko Slomka arbeitet. Als er seinen Job antrat, haben sich viele gefragt, ob er das schafft. Inzwischen hat er alle überzeugt. Es wird für mich sehr interessant sein, wie er seine Ideen im Training rüberbringt, zumal Schalke sehr guten Fußball spielt. Davon verspreche ich mir einiges. Ich will ja auch irgendwann die Laufbahn als Trainer einschlagen.
Einen ersten Vorgeschmack bekamen Sie bei Ihrer Tätigkeit für den Regionalligisten SSV Jahn Regensburg...
... ja, schon nach drei Wochen meldete sich der DFB und fragte, wann ich denn meinen Fußball-Lehrer machen würde.
Wann ist es so weit?
Am 28. Juni haben meine Kollegen und ich hoffentlich alle die Urkunde in der Hand.
Befinden sich unter den Lehrgangs-Teilnehmern ehemalige Mitspieler?
Ja, mit Ciriaco Sforza und Olaf Marschall habe ich noch zusammengespielt. Und mit Ingo Anderbrügge, Marco Kurz und David Wagner sind drei Schalker dabei, die 1997 den UEFA-Cup gewonnen haben.
Quelle: schalke04.de
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GastGa
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ach der basler is schon en cooler typ gewesen/ist es auch immer noch wie man sieht!
ein echter bayernfreund der marioneco abi hat geschrieben: Mario Basler hospitiert auf Schalke
Ein prominenter Trainingsgast wird die Knappen in der kommenden Woche bei der Vorbereitung auf das Spitzenspiel bei Bayern München begleiten: Mario Basler, Europameister von 1996, hospitiert im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer ab Montag auf Schalke. schalke04.de sprach mit dem 38-Jährigen.
Mario Basler, wie weit ist Ihre Ausbildung zum Fußball-Lehrer fortgeschritten?
Der Lehrgang hat Ende Januar an der Deutschen Sporthochschule in Köln begonnen. In den ersten Wochen stand eindeutig die Theorie im Vordergrund. Daran schließt sich nun ein vierwöchiges Praktikum an. Eine Woche davon verbringe ich auf Schalke, was mich sehr freut.
Warum?
Ich wollte unbedingt hierhin, weil ich sehen möchte, wie Mirko Slomka arbeitet. Als er seinen Job antrat, haben sich viele gefragt, ob er das schafft. Inzwischen hat er alle überzeugt. Es wird für mich sehr interessant sein, wie er seine Ideen im Training rüberbringt, zumal Schalke sehr guten Fußball spielt. Davon verspreche ich mir einiges. Ich will ja auch irgendwann die Laufbahn als Trainer einschlagen.
Einen ersten Vorgeschmack bekamen Sie bei Ihrer Tätigkeit für den Regionalligisten SSV Jahn Regensburg...
... ja, schon nach drei Wochen meldete sich der DFB und fragte, wann ich denn meinen Fußball-Lehrer machen würde.
Wann ist es so weit?
Am 28. Juni haben meine Kollegen und ich hoffentlich alle die Urkunde in der Hand.
Befinden sich unter den Lehrgangs-Teilnehmern ehemalige Mitspieler?
Ja, mit Ciriaco Sforza und Olaf Marschall habe ich noch zusammengespielt. Und mit Ingo Anderbrügge, Marco Kurz und David Wagner sind drei Schalker dabei, die 1997 den UEFA-Cup gewonnen haben.
Quelle: schalke04.de
ach der basler is schon en cooler typ gewesen/ist es auch immer noch wie man sieht!
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neco abi
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Wichtig ist, dass du beißen lernst
Das große Talent trifft sein großes Vorbild: Der kicker brachte MANUEL NEUER (20) und JENS LEHMANN (37) in
Frankfurt zusammen. Die beiden Keeper hatten sich viel zu sagen, immerhin spielte der Arsenal-Keeper
einst selbst für Schalke. Ein Gespräch unter Torhütern über Karrierestart, Titel, Ausland und die Psyche.
kicker: Herr Lehmann, Herr Neuer, müssen wir Sie noch miteinander bekannt machen?
Jens Lehmann: Ich kenne ihn sogar. Im Sommer hatte ich einen Termin auf Schalke, da kam auf einmal der Manuel rein. Und später noch die anderen Schalker Torhüter.
Manuel Neuer: Wir hatten gehört, dass Jens da ist. Also sind wir, ganz zufällig, mal reinmarschiert. Aber nur kurz.kicker: Jens Lehmann war schon Ihr Vorbild, als Sie in der Schalker D-Jugend im Tor standen.
Neuer: Das stimmt. Und er ist es bis heute. Seine offensive Spielweise und seine Ausstrahlung haben mir schon immer imponiert.
kicker: Stimmt es, dass Sie bei Heimspielen damals früher in die Fankurve gingen, um Jens Lehmann beim Aufwärmen zu beobachten?
Neuer: Ja, das ist richtig. Er hat ganz
spezielle Übungen gemacht.Lehmann: Daran kann ich mich gar
nicht mehr erinnern.
Neuer: Zum Beispiel, beim Dehnen die Beine hinterm Kopf auf den
Boden zu legen. Das machte sonst kein anderer Torwart damals.
Lehmann: Sag mal, wie alt bist du jetzt? 20? Da warst du aber klein, als ich auf Schalke gespielt habe.
Neuer: Stimmt. Aber ich erinnere mich noch gut.
kicker: Haben Sie seinerzeit mitbekommen, dass ein Knirps aus der
eigenen Jugend Sie anhimmelt?
Lehmann: Ich höre es jetzt erst.
kicker: Wann haben Sie Manuel Neuer erstmals wahrgenommen?
Lehmann: So seit zwei, drei Jahren habe ich ihn auf dem Radar. Ich
habe ein U-19-Spiel gesehen.
Da hieß es: Manuel Neuer von Schalke 04. Schön, dass einer von
Schalke dabei ist, dachte ich. Außerdem unterhalte ich mich beim
FC Arsenal mit unserem Chefscout und frage nach guten Spielern in Deutschland. Er sagte mir vor zwei Jahren, es gebe einen sehr guten Torwart, der aber noch in der U 19 spielt: Manuel Neuer. Mein Torwarttrainer hat ihn mal beobachtet. Es wurde sogar überlegt, ihn zu Arsenal zu holen.
kicker: Haben Sie das mitbekommen, Herr Neuer?
Neuer: Über meinen Berater, ja.
Lehmann: Manuel war damals die Nummer 3 auf Schalke, auch bei
uns wäre er die Nummer 3 gewesen.
Das hätte keinen Vorteil gebracht. Aber für unseren Scout war es eine tolle Sache. Auf Schalke kann man sich in einen Biergarten setzen, und fünf Meter entfernt trainieren die
Torhüter. Stimmts?
Neuer: Ja, die Leute schauen zu.
Lehmann: Das gibt es nur auf Schalke. Davon war unser Scout richtig begeistert. In England wäre das unmöglich.
kicker: Ist es ein Ziel, auch mal im Ausland zu spielen, Herr Neuer?
Neuer: Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Mein Ziel ist, auf
Schalke langfristig die Nummer 1 zu bleiben.
kicker: Zuletzt wechselten mehrere deutsche Torhüter schon mit 15, 16 Jahren nach England. Ist das für diese Jungs sinnvoll im Hinblick auf die Qualität der britischen Torwartausbildung, Herr Lehmann?
Lehmann: Ich würde meinen Sohn nicht nach England gehen lassen.
Man hat dort als Torhüter nur schlechte Möglichkeiten, regelmä-
ßig in dem Alter zu spielen und darüber hinaus wird die Schule sehr
vernachlässigt.
kicker: Vor zehn Jahren gewann Schalke mit Jens Lehmann den
UEFA-Cup. Wo haben Sie die Spiele verfolgt, Herr Neuer?
Neuer: Die Heimspiele natürlich im Parkstadion.
Lehmann: Mensch, da warst du doch noch keine zehn Jahre, oder? Da hättest du spätabends doch gar nicht im Stadion sein dürfen.
Neuer: Trotzdem, das musste sein damals. Gegen Valencia etwa. Beim Finale in Mailand war ich nicht, das habe ich im Parkstadion auf einer Leinwand gesehen.
kicker: Wie haben Sie davon erfahren, dass Neuer auf Schalke plötzlich die Nummer 1 wurde?
Lehmann: Am Tag danach. Ich war überrascht. Es passiert ja nicht so oft, dass ein junger Keeper einen sehr erfahrenen Torhüter während der Saison verdrängt und dann auch noch gegen Bayern.
kicker: Erinnern Sie sich an Ihr erstes Spiel auf Schalke, Herr Lehmann?
Lehmann: Ja, das war im September 1988 daheim gegen Union Solingen.
Ich war 18. Wir haben gewonnen.
kicker: Wie beurteilen Sie Manuel Neuer sportlich?
Lehmann: Ich sehe nicht so viel von der Bundesliga. Das einzige Schalker Spiel, das ich komplett verfolgt
habe, war das 2:0 gegen Bremen. Und, wie gesagt, ein U-19-Spiel.
Soweit ich es danach beurteilen kann, hat Manuel sehr viele gute
Voraussetzungen. Die hat man oder die hat man nicht als Torwart.
kicker: Was genau meinen Sie?
Lehmann: Ein guter Torwart ist gut auf der Linie. Ein sehr guter
kommt auch mal raus, um eine Flanke abzufangen. Und alle, die
noch besser sein wollen, also nahe an der Perfektion, müssen zudem gut mit dem Fuß sein und ein Spiel lesen können. Manuel erfüllt das.
Seiner Veranlagung nach ist er sehr, sehr gut.
kicker: Wie haben Sie eigentlich reagiert, Herr Neuer, als Jens Lehmann 1998 Schalke verließ?
Neuer: Bei meinen Kumpels in der Kurve waren die Meinungen geteilt. Aber ich war nicht böse. Es war der richtige Weg, damals zu wechseln.
Der AC Mailand oder der BVB waren einfach einen Tick besser. Ich habe auch nicht Judas gerufen, als Jens mit dem BVB auf Schalke spielte.
Lehmann: Das wäre die interessantere Frage gewesen.
kicker: Die wäre jetzt gekommen. Sie haben ihn nie ausgepiffen.
Neuer: Nein. Und seit der WM 2006 gibts über Jens nur noch eine Meinung, auch bei meinen Kumpels.
kicker: Lehmann hat exakt 200 Bundesligaspiele für Schalke bestritten.
Wollen Sie diese Marke knacken?
Neuer: Nicht direkt. Aber ich will die Nummer 1 bleiben und so viele
Spiele wie möglich machen.
Lehmann: Wenn Manuel sein Poten-zial ausschöpft, glaube ich, dass die Antwort davon abhängt, wie sich Schalke entwickelt. Ich weiß, dass Torleute wie er gefragt sind im Ausland. 200 Bundesligaspiele, das wären sechs Jahre. Ob er so lange
bleibt, ist dann die Frage.
kicker: Kommende Saison spielt Manuel Neuer wahrscheinlich in
der Champions League. Was kommt da auf ihn zu, Herr Lehmann?
Lehmann: Die Belastung ist dann vor allem, dass du alle drei Tage
ein Spiel hast. Für einen Torwart ist das zum einen die körperliche
Belastung, vor allem aber auch eine für den Kopf. Manuel, ich kann dir jetzt schon sagen: Das wird sehr schwer. Ich habe noch nie einen Torhüter erlebt, der nach so einem tollen ersten Jahr ein überragendes zweites hat folgen lassen.
Neuer: Das haben mir schon viele gesagt, die richtig Ahnung haben.
Lehmann: Man spielt oft ein tolles erstes Jahr, man kommt in eine
gewisse Euphorie, viele Sachen gelingen dann einfach. Das zweite
Jahr kann, wenn es gut läuft, nur mittelmäßig sein. Aber das war bei jedem Torwart so. Ich würde dir ein gutes zweites Jahr gönnen.
kicker: Kann das zweite Jahr zum Karriere-Knackpunkt werden?
Lehmann: Ich bin sicher, dass Manuel eine ausgesprochen starke Psyche hat. Sonst würde er jetzt nicht bei Schalke im Tor stehen, wo es um die Meisterschaft geht.
kicker: Warum ist das zweite Jahr oft so schwierig? Weil man dann
kein bestauntes Phänomen mehrist, sondern nur noch funktionieren muss?
Lehmann: Ja, es geht in diese Richtung. Irgendwann wollen die Leute nur noch Ergebnisse sehen. Die gestiegene Erwartungshaltung bringt eine ganz neue Drucksituation. Bei Dir, Manuel, kommt zu Bundesliga und Pokal noch die
Champions League. Spielst du nächstes Jahr auch noch U 21?
Neuer: Ja. Noch ein weiteres Jahr.
Lehmann: Das auch noch? Na dann: Viel Spaß!
kicker: Sie, Herr Lehmann, hatten in jungen Jahren nicht die Gelegenheit, einen Europacup zu spielen.
Lehmann: Im Nachhinein bin ich da aber froh drum. Viele, die so früh eine enorme Belastung hatten, waren dann ausgebrannt. Ich hatte nur ein Spiel pro Woche, konnte in Ruhe trainieren und an allen Schwächen arbeiten.
kicker: Damals wettete Ihr Schalker Trainer Peter Neururer, dass Sie Nationaltorhüter werden. Ist es wichtig, dass der Trainer so hinter einem steht?
Lehmann: Für mich war das letztlich kontraproduktiv. Deshalb bin ich wohl auch erst fünf Jahre später zum Nationalteam eingeladen worden. Man sollte ohnehin mit diesem Thema sehr sensibel umgehen.
Das Wichtigste für einen Torhüter ist, dass er lernt, zu beißen. Wie
sieht denn deine Konkurrenz aus, Manuel?
Neuer: Wir haben auf Schalke fast nur junge Torhüter. Ersatzmann ist Ralf Fährmann, der ist auch erst 19. Der dritte, Dennis Lamczyk, ist 20. Weil Fährmann verletzt ist, sitzt Toni Tapalovic auf der Bank. Den kennst du noch, oder?
Lehmann: Ja, den kenne ich natürlich.
Aber was ich vorhin sagen wollte: Ich habe meine besten Erfahrun-
gen gemacht, als ich richtig beißen musste. Schon anfangs auf Schalke. Irgendwann war ich verletzt, dann
hat Holger Gehrke gespielt. Da musste ich richtig um meinen Platz
kämpfen. Auch später in Mailand, beim BVB, bei Arsenal, im National-team ich musste immer beißen. Im Moment, Manuel, scheint für dich alles leicht. Aber ich hoffe, dass du auch mal in die Situation kommst. Wenn man das nicht hat, dieses Beißen als Torhüter, kann es passieren, dass man trotz Potenzials den letzten Sprung nicht schafft.
kicker: Fänden Sie es gut, Herr Neuer, wenn Jens Lehmann wieder
in die Bundesliga käme und Sie gegen ihn spielen könnten?
Neuer: Das ist mir egal. Außerdem will ich ja nicht, dass Jens gegen
Schalke verliert . . .
Lehmann (lacht): Das ist aber nett.
kicker: Wenn Sie sich Jens Lehmann anschauen was können Sie noch verbessern an Ihrem Spiel?
Neuer: Viel. Vor allem in Sachen Athletik. Da war er ja schon immer
einer der Vorreiter in Europa, oder sogar weltweit. Er hat sich sogar
eine Hantelbank mitgebracht damals, zum Drücken. Die steht
noch im alten Parkstadion.
kicker: Erinnern Sie sich an die Bank, Herr Lehmann?
Lehmann: Ja, die Hantelbank! So etwas gab es damals ja nicht auf
Schalke. Das war so ein Multi-Set, das man sich kaufen konnte. Abenteuerlich. Wahrscheinlich habe ich mir damit den Rücken verschlissen.
Es ist ein großer Vorteil, dass junge Spieler heute schon früh sehr gut medizinisch betreut werden.
kicker: Wie war es, als Sie in Neuers Alter waren?
Lehmann: Ich war total dünn, als ich zu Schalke kam. Da habe ich mir halt den Toni Schumacher angeschaut, der damals auf Schalke
spielte, und habe durch Krafttrai-ning einige Kilos zugenommen.
Schumacher war mein großes Vorbild. Auch wegen ihm bin ich in
der A-Jugend aus Essen zu Schalke gewechselt. Ich konnte sogar noch mit ihm trainieren.
kicker: Können Sie die Schalker Sehnsucht nach der Meisterschale
noch nachempfinden?
Lehmann: Ja, absolut. Im Mai feiern wir das zehnjährige Uefa-Pokal-
Jubiläum, da gibt es ein Treffen. Es wäre toll, wenn es eine Doppelfeier geben würde. Unterm Strich muss ich heute sagen: Der UEFA-Cup-Sieg mit Schalke war für mich der Türöffner, um auf eine andere Ebene zu kommen. Ohne diesen Erfolg hätte
ich nicht zum AC Mailand oder zu Arsenal gehen können.
kicker: Sie wissen, welche brisante Paarung am 33. Spieltag in Dortmund ansteht?
Lehmann: Etwa das Derby? Wirklich?
Aber das will man doch als Fußballer. Und das vor 80 000 Leuten, bei dieser Tabellenkonstellation.
kicker: Würden Sie dort gerne Meis-
ter werden, Herr Neuer?
Neuer: Mir ist egal, wo wir das Ding klarmachen. Hauptsache, wir
machen es klar. Wenn es dann dort passiert, wäre es doppelt schön.
Lehmann: Hast du schon ein Derby gespielt?
Neuer: Auf Schalke gegen Dortmund. Wir haben 3:1 gewonnen.
Lehmann: Im Dortmunder Stadion hast du noch nie gespielt?
Neuer: Nein.
Lehmann: Vor 80 000 am 33. Spieltag!
Das wird heiß.
Quelle: kicker
Das große Talent trifft sein großes Vorbild: Der kicker brachte MANUEL NEUER (20) und JENS LEHMANN (37) in
Frankfurt zusammen. Die beiden Keeper hatten sich viel zu sagen, immerhin spielte der Arsenal-Keeper
einst selbst für Schalke. Ein Gespräch unter Torhütern über Karrierestart, Titel, Ausland und die Psyche.
kicker: Herr Lehmann, Herr Neuer, müssen wir Sie noch miteinander bekannt machen?
Jens Lehmann: Ich kenne ihn sogar. Im Sommer hatte ich einen Termin auf Schalke, da kam auf einmal der Manuel rein. Und später noch die anderen Schalker Torhüter.
Manuel Neuer: Wir hatten gehört, dass Jens da ist. Also sind wir, ganz zufällig, mal reinmarschiert. Aber nur kurz.kicker: Jens Lehmann war schon Ihr Vorbild, als Sie in der Schalker D-Jugend im Tor standen.
Neuer: Das stimmt. Und er ist es bis heute. Seine offensive Spielweise und seine Ausstrahlung haben mir schon immer imponiert.
kicker: Stimmt es, dass Sie bei Heimspielen damals früher in die Fankurve gingen, um Jens Lehmann beim Aufwärmen zu beobachten?
Neuer: Ja, das ist richtig. Er hat ganz
spezielle Übungen gemacht.Lehmann: Daran kann ich mich gar
nicht mehr erinnern.
Neuer: Zum Beispiel, beim Dehnen die Beine hinterm Kopf auf den
Boden zu legen. Das machte sonst kein anderer Torwart damals.
Lehmann: Sag mal, wie alt bist du jetzt? 20? Da warst du aber klein, als ich auf Schalke gespielt habe.
Neuer: Stimmt. Aber ich erinnere mich noch gut.
kicker: Haben Sie seinerzeit mitbekommen, dass ein Knirps aus der
eigenen Jugend Sie anhimmelt?
Lehmann: Ich höre es jetzt erst.
kicker: Wann haben Sie Manuel Neuer erstmals wahrgenommen?
Lehmann: So seit zwei, drei Jahren habe ich ihn auf dem Radar. Ich
habe ein U-19-Spiel gesehen.
Da hieß es: Manuel Neuer von Schalke 04. Schön, dass einer von
Schalke dabei ist, dachte ich. Außerdem unterhalte ich mich beim
FC Arsenal mit unserem Chefscout und frage nach guten Spielern in Deutschland. Er sagte mir vor zwei Jahren, es gebe einen sehr guten Torwart, der aber noch in der U 19 spielt: Manuel Neuer. Mein Torwarttrainer hat ihn mal beobachtet. Es wurde sogar überlegt, ihn zu Arsenal zu holen.
kicker: Haben Sie das mitbekommen, Herr Neuer?
Neuer: Über meinen Berater, ja.
Lehmann: Manuel war damals die Nummer 3 auf Schalke, auch bei
uns wäre er die Nummer 3 gewesen.
Das hätte keinen Vorteil gebracht. Aber für unseren Scout war es eine tolle Sache. Auf Schalke kann man sich in einen Biergarten setzen, und fünf Meter entfernt trainieren die
Torhüter. Stimmts?
Neuer: Ja, die Leute schauen zu.
Lehmann: Das gibt es nur auf Schalke. Davon war unser Scout richtig begeistert. In England wäre das unmöglich.
kicker: Ist es ein Ziel, auch mal im Ausland zu spielen, Herr Neuer?
Neuer: Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Mein Ziel ist, auf
Schalke langfristig die Nummer 1 zu bleiben.
kicker: Zuletzt wechselten mehrere deutsche Torhüter schon mit 15, 16 Jahren nach England. Ist das für diese Jungs sinnvoll im Hinblick auf die Qualität der britischen Torwartausbildung, Herr Lehmann?
Lehmann: Ich würde meinen Sohn nicht nach England gehen lassen.
Man hat dort als Torhüter nur schlechte Möglichkeiten, regelmä-
ßig in dem Alter zu spielen und darüber hinaus wird die Schule sehr
vernachlässigt.
kicker: Vor zehn Jahren gewann Schalke mit Jens Lehmann den
UEFA-Cup. Wo haben Sie die Spiele verfolgt, Herr Neuer?
Neuer: Die Heimspiele natürlich im Parkstadion.
Lehmann: Mensch, da warst du doch noch keine zehn Jahre, oder? Da hättest du spätabends doch gar nicht im Stadion sein dürfen.
Neuer: Trotzdem, das musste sein damals. Gegen Valencia etwa. Beim Finale in Mailand war ich nicht, das habe ich im Parkstadion auf einer Leinwand gesehen.
kicker: Wie haben Sie davon erfahren, dass Neuer auf Schalke plötzlich die Nummer 1 wurde?
Lehmann: Am Tag danach. Ich war überrascht. Es passiert ja nicht so oft, dass ein junger Keeper einen sehr erfahrenen Torhüter während der Saison verdrängt und dann auch noch gegen Bayern.
kicker: Erinnern Sie sich an Ihr erstes Spiel auf Schalke, Herr Lehmann?
Lehmann: Ja, das war im September 1988 daheim gegen Union Solingen.
Ich war 18. Wir haben gewonnen.
kicker: Wie beurteilen Sie Manuel Neuer sportlich?
Lehmann: Ich sehe nicht so viel von der Bundesliga. Das einzige Schalker Spiel, das ich komplett verfolgt
habe, war das 2:0 gegen Bremen. Und, wie gesagt, ein U-19-Spiel.
Soweit ich es danach beurteilen kann, hat Manuel sehr viele gute
Voraussetzungen. Die hat man oder die hat man nicht als Torwart.
kicker: Was genau meinen Sie?
Lehmann: Ein guter Torwart ist gut auf der Linie. Ein sehr guter
kommt auch mal raus, um eine Flanke abzufangen. Und alle, die
noch besser sein wollen, also nahe an der Perfektion, müssen zudem gut mit dem Fuß sein und ein Spiel lesen können. Manuel erfüllt das.
Seiner Veranlagung nach ist er sehr, sehr gut.
kicker: Wie haben Sie eigentlich reagiert, Herr Neuer, als Jens Lehmann 1998 Schalke verließ?
Neuer: Bei meinen Kumpels in der Kurve waren die Meinungen geteilt. Aber ich war nicht böse. Es war der richtige Weg, damals zu wechseln.
Der AC Mailand oder der BVB waren einfach einen Tick besser. Ich habe auch nicht Judas gerufen, als Jens mit dem BVB auf Schalke spielte.
Lehmann: Das wäre die interessantere Frage gewesen.
kicker: Die wäre jetzt gekommen. Sie haben ihn nie ausgepiffen.
Neuer: Nein. Und seit der WM 2006 gibts über Jens nur noch eine Meinung, auch bei meinen Kumpels.
kicker: Lehmann hat exakt 200 Bundesligaspiele für Schalke bestritten.
Wollen Sie diese Marke knacken?
Neuer: Nicht direkt. Aber ich will die Nummer 1 bleiben und so viele
Spiele wie möglich machen.
Lehmann: Wenn Manuel sein Poten-zial ausschöpft, glaube ich, dass die Antwort davon abhängt, wie sich Schalke entwickelt. Ich weiß, dass Torleute wie er gefragt sind im Ausland. 200 Bundesligaspiele, das wären sechs Jahre. Ob er so lange
bleibt, ist dann die Frage.
kicker: Kommende Saison spielt Manuel Neuer wahrscheinlich in
der Champions League. Was kommt da auf ihn zu, Herr Lehmann?
Lehmann: Die Belastung ist dann vor allem, dass du alle drei Tage
ein Spiel hast. Für einen Torwart ist das zum einen die körperliche
Belastung, vor allem aber auch eine für den Kopf. Manuel, ich kann dir jetzt schon sagen: Das wird sehr schwer. Ich habe noch nie einen Torhüter erlebt, der nach so einem tollen ersten Jahr ein überragendes zweites hat folgen lassen.
Neuer: Das haben mir schon viele gesagt, die richtig Ahnung haben.
Lehmann: Man spielt oft ein tolles erstes Jahr, man kommt in eine
gewisse Euphorie, viele Sachen gelingen dann einfach. Das zweite
Jahr kann, wenn es gut läuft, nur mittelmäßig sein. Aber das war bei jedem Torwart so. Ich würde dir ein gutes zweites Jahr gönnen.
kicker: Kann das zweite Jahr zum Karriere-Knackpunkt werden?
Lehmann: Ich bin sicher, dass Manuel eine ausgesprochen starke Psyche hat. Sonst würde er jetzt nicht bei Schalke im Tor stehen, wo es um die Meisterschaft geht.
kicker: Warum ist das zweite Jahr oft so schwierig? Weil man dann
kein bestauntes Phänomen mehrist, sondern nur noch funktionieren muss?
Lehmann: Ja, es geht in diese Richtung. Irgendwann wollen die Leute nur noch Ergebnisse sehen. Die gestiegene Erwartungshaltung bringt eine ganz neue Drucksituation. Bei Dir, Manuel, kommt zu Bundesliga und Pokal noch die
Champions League. Spielst du nächstes Jahr auch noch U 21?
Neuer: Ja. Noch ein weiteres Jahr.
Lehmann: Das auch noch? Na dann: Viel Spaß!
kicker: Sie, Herr Lehmann, hatten in jungen Jahren nicht die Gelegenheit, einen Europacup zu spielen.
Lehmann: Im Nachhinein bin ich da aber froh drum. Viele, die so früh eine enorme Belastung hatten, waren dann ausgebrannt. Ich hatte nur ein Spiel pro Woche, konnte in Ruhe trainieren und an allen Schwächen arbeiten.
kicker: Damals wettete Ihr Schalker Trainer Peter Neururer, dass Sie Nationaltorhüter werden. Ist es wichtig, dass der Trainer so hinter einem steht?
Lehmann: Für mich war das letztlich kontraproduktiv. Deshalb bin ich wohl auch erst fünf Jahre später zum Nationalteam eingeladen worden. Man sollte ohnehin mit diesem Thema sehr sensibel umgehen.
Das Wichtigste für einen Torhüter ist, dass er lernt, zu beißen. Wie
sieht denn deine Konkurrenz aus, Manuel?
Neuer: Wir haben auf Schalke fast nur junge Torhüter. Ersatzmann ist Ralf Fährmann, der ist auch erst 19. Der dritte, Dennis Lamczyk, ist 20. Weil Fährmann verletzt ist, sitzt Toni Tapalovic auf der Bank. Den kennst du noch, oder?
Lehmann: Ja, den kenne ich natürlich.
Aber was ich vorhin sagen wollte: Ich habe meine besten Erfahrun-
gen gemacht, als ich richtig beißen musste. Schon anfangs auf Schalke. Irgendwann war ich verletzt, dann
hat Holger Gehrke gespielt. Da musste ich richtig um meinen Platz
kämpfen. Auch später in Mailand, beim BVB, bei Arsenal, im National-team ich musste immer beißen. Im Moment, Manuel, scheint für dich alles leicht. Aber ich hoffe, dass du auch mal in die Situation kommst. Wenn man das nicht hat, dieses Beißen als Torhüter, kann es passieren, dass man trotz Potenzials den letzten Sprung nicht schafft.
kicker: Fänden Sie es gut, Herr Neuer, wenn Jens Lehmann wieder
in die Bundesliga käme und Sie gegen ihn spielen könnten?
Neuer: Das ist mir egal. Außerdem will ich ja nicht, dass Jens gegen
Schalke verliert . . .
Lehmann (lacht): Das ist aber nett.
kicker: Wenn Sie sich Jens Lehmann anschauen was können Sie noch verbessern an Ihrem Spiel?
Neuer: Viel. Vor allem in Sachen Athletik. Da war er ja schon immer
einer der Vorreiter in Europa, oder sogar weltweit. Er hat sich sogar
eine Hantelbank mitgebracht damals, zum Drücken. Die steht
noch im alten Parkstadion.
kicker: Erinnern Sie sich an die Bank, Herr Lehmann?
Lehmann: Ja, die Hantelbank! So etwas gab es damals ja nicht auf
Schalke. Das war so ein Multi-Set, das man sich kaufen konnte. Abenteuerlich. Wahrscheinlich habe ich mir damit den Rücken verschlissen.
Es ist ein großer Vorteil, dass junge Spieler heute schon früh sehr gut medizinisch betreut werden.
kicker: Wie war es, als Sie in Neuers Alter waren?
Lehmann: Ich war total dünn, als ich zu Schalke kam. Da habe ich mir halt den Toni Schumacher angeschaut, der damals auf Schalke
spielte, und habe durch Krafttrai-ning einige Kilos zugenommen.
Schumacher war mein großes Vorbild. Auch wegen ihm bin ich in
der A-Jugend aus Essen zu Schalke gewechselt. Ich konnte sogar noch mit ihm trainieren.
kicker: Können Sie die Schalker Sehnsucht nach der Meisterschale
noch nachempfinden?
Lehmann: Ja, absolut. Im Mai feiern wir das zehnjährige Uefa-Pokal-
Jubiläum, da gibt es ein Treffen. Es wäre toll, wenn es eine Doppelfeier geben würde. Unterm Strich muss ich heute sagen: Der UEFA-Cup-Sieg mit Schalke war für mich der Türöffner, um auf eine andere Ebene zu kommen. Ohne diesen Erfolg hätte
ich nicht zum AC Mailand oder zu Arsenal gehen können.
kicker: Sie wissen, welche brisante Paarung am 33. Spieltag in Dortmund ansteht?
Lehmann: Etwa das Derby? Wirklich?
Aber das will man doch als Fußballer. Und das vor 80 000 Leuten, bei dieser Tabellenkonstellation.
kicker: Würden Sie dort gerne Meis-
ter werden, Herr Neuer?
Neuer: Mir ist egal, wo wir das Ding klarmachen. Hauptsache, wir
machen es klar. Wenn es dann dort passiert, wäre es doppelt schön.
Lehmann: Hast du schon ein Derby gespielt?
Neuer: Auf Schalke gegen Dortmund. Wir haben 3:1 gewonnen.
Lehmann: Im Dortmunder Stadion hast du noch nie gespielt?
Neuer: Nein.
Lehmann: Vor 80 000 am 33. Spieltag!
Das wird heiß.
Quelle: kicker
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Schalker und Dortmunder Fans geehrt
Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund werden vom DFB für ihr Engagement gegen Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet.
Der Gelsenkirchener Verein "dem ball is' egal wer ihn tritt" und das Dortmunder Fanprojekt hatten die Jury besonders mit ihren Initiativen im Rahmen des Fanprogramms zur WM 2006 überzeugt.
Der Verein aus Gelsenkirchen organisierte unter anderem Straßenfußball-Turniere unter antirassistischer Flagge. Das Dortmunder Fanprojekt stellte seine Maßnahmen unter das Motto "Kick racism out".
Bericht: www.sport1.de
Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund werden vom DFB für ihr Engagement gegen Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet.
Der Gelsenkirchener Verein "dem ball is' egal wer ihn tritt" und das Dortmunder Fanprojekt hatten die Jury besonders mit ihren Initiativen im Rahmen des Fanprogramms zur WM 2006 überzeugt.
Der Verein aus Gelsenkirchen organisierte unter anderem Straßenfußball-Turniere unter antirassistischer Flagge. Das Dortmunder Fanprojekt stellte seine Maßnahmen unter das Motto "Kick racism out".
Bericht: www.sport1.de
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Rafinha bleibt auf Schalke
Der Brasilianer Rafinha hat seinen Vertrag beiSchalke 04 vorzeitig bis zum 30. Juni 2011 verlängert.
Der 21-jährige Rechtsverteidiger war 2005 vom brasilianischen Erstligisten Coritiba nach Gelsenkirchen gekommen und erhielt einen Kontrakt bis 2009.
"Ich freue mich riesig, dass er seine Zukunft bei uns sieht. Er ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft für die nächsten Jahre", sagte Schalke-Manager Andreas Müller.
Bericht: www.sport1.de
Der Brasilianer Rafinha hat seinen Vertrag beiSchalke 04 vorzeitig bis zum 30. Juni 2011 verlängert.
Der 21-jährige Rechtsverteidiger war 2005 vom brasilianischen Erstligisten Coritiba nach Gelsenkirchen gekommen und erhielt einen Kontrakt bis 2009.
"Ich freue mich riesig, dass er seine Zukunft bei uns sieht. Er ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft für die nächsten Jahre", sagte Schalke-Manager Andreas Müller.
Bericht: www.sport1.de
