Bayern vor einer Reise ins Unbekannte
26.11.2007

Falls Sie nicht viel über den „Sporting Clube de Braga“ wissen sollten, muss Ihnen das nicht peinlich sein - im Gegenteil. Sie befinden sich sogar in bester Gesellschaft. „Ganz ehrlich, ich kenne keinen Spieler von Braga mit Namen“, sagte Mark van Bommel am Montag an der Säbener Straße. Auch Philipp Lahm gestand, „noch nicht viel“ zu wissen über den nächsten Gegner des FC Bayern.
Am Donnerstag tritt der Rekordmeister zu seinem dritten UEFA-Cup-Gruppenphasenmatch beim derzeitigen Tabellensiebten der ersten portugiesischen Liga an, der erst zum achten Mal an einem europäischen Wettbewerb teilnimmt. Es wird für die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld eine Reise ins Unbekannte.
Braga im Visier der Bayern-Scouts
„Wir werden in den nächsten Tagen noch genügend Infos bekommen, damit wir gut vorbereitet in das Spiel gehen werden“, ist sich indes Van Bommel sicher. Infos, die die Scoutingabteilung des FC Bayern seit der Auslosung Mitte Oktober zusammentragen hat. Mehrfach wurde Braga seitdem beobachtet, auch beim 3:0-Sieg gegen den portugiesischen Champions-League-Teilnehmer Sporting Lissabon vor zwei Wochen.
„Das ist eine gute Mannschaft“, hat Lahm bereits mitbekommen. In der Tat ist Braga spielerisch stärker einzuschätzen als Belenenses, der Gegner der Bayern in der ersten Runde. Bekanntester Spieler ist der Österreicher Roland Linz, der in Jugend mal für den TSV 1860 gespielt hat. Linz ist mit vier Treffern erfolgreichster Torschütze Bragas und bildet die einzige Spitze im 4-2-3-1-System der Portugiesen. „Vorne haben sie spielerisch gute und technisch versierte Akteure“, sagte von Bommel, der überzeugt ist: „Das wird ein harter Brocken.“
Van Buyten muss das Bett hüten
Apropos Brocken. Europaweit bekannt geworden ist die drittgrößte portugiesische Stadt durch ihr Stadion, das extra für die EM 2004 auf dem höchsten Punkt der Stadt in den Fels hinein gebaut wurde und hinter den Toren keine Zuschauertribünen hat. „Das ist ein schönes Stadion, mal was anderes“, meinte Lahm. Sicherlich werden die Bayern-Spieler dort auch einen gepflegteren Rasen vorfinden als das gegen Belenenes und in Belgrad der Fall war.
Ob der FCB mit Daniel van Buyten im „Estadio Municipal“ auflaufen kann, ist hingegen noch fraglich. Der belgische Nationalspieler musste am Montag aufgrund einer Erkältung das Bett hüten. Auch hinter dem Einsatz von Lukas Podolski (Zehenprellung) und Martin Demichelis (Wadenprellung) steht noch ein Fragezeichen, Jose Sosa klagte am Montag über Rückenbeschwerden und ließ sich bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt spritzen.
Quelle



