„Uninteressantes Turnier“ – Heftiger Gegenwind der WM-Nationen nach Hochmuth-Kritik
Hinter den Kulissen der WM-Camps brennt am heutigen Montag (15. Juni) so richtig die Luft. Der Grund ist eine heftige verbale Grätsche von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, die für ein handfestes sportpolitisches Beben sorgt. Čeferin hatte das neue XXL-Format mit 48 Teams im Vorfeld als „disappointing“ (enttäuschend) und streckenweise „uninteressant“ bezeichnet, da das Niveau durch vermeintlich kleinere Fußball-Nationen verwässert werde. Das ließen die betroffenen Verbände nicht auf sich sitzen: In einer konzertierten Aktion haben mehrere WM-Teilnehmer den UEFA-Boss in den letzten 24 Stunden scharf attackiert. Aus den Lagern der Überraschungsteams heißt es unisono, Čeferins Aussagen seien „arrogant, respektlos und von gestern“. Die Fußballwelt zeige in Nordamerika gerade eine riesige Party – wer da von Langeweile spreche, sitze im Elfenbeinturm. Selbst FIFA-Präsident Gianni Infantino nutzte die Steilvorlage, um sich demonstrativ auf die Seite der kleineren Nationen zu stellen.
