Nach gesicherten Informationen unserer Zeitung darf der Nationalspieler dies gleich vor Ort in München erledigen, denn Schlaudraff (1,80 m/69 Kilo – Spitzname: Knochen) und sein Berater Manfred Schulte haben sich in der vergangenen Woche endgültig gegen ein Angebot aus Dortmund entschieden – und für das der Bayern.
1,0 Mio. Euro Ablöse
Im Gegenzug für Schlaudraffs Verpflichtung zum 1. Juli 2007 muss Hoeneß exakt 1,0 Millionen Euro Ablöse überweisen und das Gehalt des ehemaligen Mönchengladbachers, der vom damaligen Borussen-Coach Dick Advocaat als „nicht bundesligatauglich“ eingeschätzt wurde, deutlich erhöhen.
Aktuell kassiert Schlaudraff, dem Aachen im Sommer eine Ausstiegsklausel abgekauft hatte (damals stand er vor dem Absprung nach Frankfurt), einen hohen sechsstelligen Euro-Betrag pro Jahr und ist mit großem Abstand Spitzenverdiener.
Sein neuer Kontrakt wird mit einer Summe um die zwei Millionen Euro dotiert sein. Bremen, Stuttgart und Leverkusen, die dem schnellen Pfarrerssohn aus Bingen ebenfalls unterschriftsreife Verträge vorgelegt hatten, waren im Wettpokern um die Dienste des Mittelfeldspielers, der auch als hängende Spitze agieren kann, schon zuvor ausgeschieden.
Dortmund hatte sich nicht nur finanziell gestreckt, sondern auch menschlich um Schlaudraff bemüht. „Das BVB-Konzept“, so der Jung-Nationalspieler nach einer Verhandlungsrunde mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (47) und Sportdirektor Michael Zorc (44), an der auch Schlaudraffs Bruder Nils teilnahm, „hat mich wirklich überzeugt“.
Es war wohl der Traum von der renommiertesten Adresse im nationalen Fußball, der am Ende den Ausschlag gegeben hat. Beim FC Bayern, der wie Borussia Dortmund (und im Gegensatz zu Werder) ein Tempo-Defizit im offensiven Mittelfeld beklagt, kann Schlaudraff – falls er sich durchsetzt – Champions League spielen.
Urlaub mit dem Bruder
Schlaudraff selbst wollte dem Wechsel an die Säbener Straße auf Anfrage unserer Zeitung gestern Nachmittag nicht mehr widersprechen.
Er verabschiedete sich mit Bruder und WG-Gefährte Nils (schließt im Februar sein Sport-Studium in Köln ab) sowie dem Aachener Teamkollegen Sascha Dum und „einigen Hobbykickern“ in den Urlaub.
In der Gewissheit, dass seine Zukunft in München liegt. Wo er übrigens Hoeneß zur Kasse bitten wird – nicht umgekehrt.
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Quelle Ruhrnachrichten
Hätte nicht gedacht, dass der Junge so dumm ist...


