Leerstand trotz Großevent: Hoteliers in Sorge
In Städten wie Dallas, Houston und sogar Los Angeles berichten Hotelverbände heute von einer „beunruhigenden Buchungslage“. Viele Häuser hatten ihre Preise im Vorfeld verdreifacht oder vervierfacht, doch die Fans bleiben aus oder weichen auf Alternativen aus. Aktuell sind in einigen Host Cities für den Turnierzeitraum noch über 40 % der Zimmerkapazitäten verfügbar – ein untypischer Wert so kurz vor einem globalen Sportereignis.
Der „Airbnb-Effekt“ und das Preis-Dilemma
Fans streiken gegen Wucherpreise
Ein Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Hotels ist der Trend zum „Home-Sharing“. Portale wie Airbnb und Vrbo verzeichnen Rekordzugriffe, da Fans sich zusammenschließen und ganze Häuser mieten, statt 600 bis 1.000 Dollar pro Nacht für ein Standard-Hotelzimmer zu zahlen. Die Hoteliers werfen der FIFA zudem vor, durch späte Spielplan-Anpassungen und logistische Unsicherheiten (wie die hohen Reisekosten zwischen den Städten) die Planungssicherheit zerstört zu haben.
Drohende Preiskorrekturen nach unten
„Last-Minute-Dumping“ erwartet
Insider der Reisebranche vermuten, dass die Preise in den nächsten zwei bis drei Wochen massiv fallen könnten. Erste Ketten in den USA haben bereits damit begonnen, „WM-Pakete“ mit hohen Rabatten zu schnüren, um die Betten überhaupt noch zu füllen. Für Kurzentschlossene könnte dies die Chance sein, doch noch ein bezahlbares Zimmer in Stadiennähe zu ergattern.
Sicherheitsschock dämpft Reiselust
Storno-Welle nach Attentatsversuch?
Ein weiterer Faktor für die schwachen Buchungen sind die jüngsten Sicherheitsereignisse in Washington. Reisebüros berichten von vermehrten Rückfragen besorgter Fans aus Europa und Asien. Die Angst vor einer „übermilitarisierten“ WM und strengsten Kontrollen an den Hotel-Eingängen führt dazu, dass viele Fans lieber in weniger zentralen (und günstigeren) Lagen buchen.
Meine Einschätzung: Die Gier hat sich hier offenbar gerächt. Die US-Hotellerie hat mit Preisen kalkuliert, die selbst für eingefleischte Fans nicht mehr tragbar sind – besonders wenn man noch die Inlandsflüge und 150-Dollar-Zugtickets dazurechnet. Wer jetzt noch wartet, könnte beim „Hotel-Poker“ als Gewinner hervorgehen. Habt ihr schon gebucht oder spekuliert ihr auch auf fallende Preise?
Hotel-Krise in den USA: Bleiben die Betten leer?
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