Beckenbauer beschimpft Stiftung Warentest

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Sandra
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Beckenbauer beschimpft Stiftung Warentest

11.01.2006 23:42

Nachdem die Stiftung Warentest mit ihrer Studie zum Thema Sicherheit in den WM-Stadien für Aufregung sorgte, platze auch Franz Beckenbauer der Kragen:

"Mir reichts jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen. Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben", so Beckenbauer.

"Hier wird groß angekündigt, dass in unseren Stadien Panik ausbrechen könne mit verheerenden Folgen, ohne konkrete Fakten zu nennen. Dabei laufen die Baumaßnahmen - ich weiß es aus München - mit strengsten Kontrollen der Behörden ab. Solche Einrichtungen wie die Stiftung Warentest wollen doch nur Werbung für sich machen und zeigen: Schaut her, wir sind wichtig. Sind sie aber nicht!", so Beckenbauer.

Und weiter: "Dieses Gerede entspricht dem Zustand unseres Landes. Wenn wir bei der Bewerbung vor sechs Jahren gewusst hätten, was da jetzt hochkommt, dann hätten wir die Probleme heute nicht - weil wir mit solchen Nörgeleien nie die WM bekommen hätten. Manchmal fragt man sich: Wozu machen wir das eigentlich? Aber die WM wird trotzdem ein Riesenfest werden."

Dazu WM-OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach:

"Wir können uns nur wundern, dass aus einer reißerisch formulierten Einladung zu einer Pressekonferenz der Stiftung Warentest der Eindruck entstanden ist, unsere WM-Stadien seien nicht sicher. Wir kennen kein einziges Untersuchungsergebnis und sind auch vom Gegenteil überzeugt, weil alle Bauten strengsten behördlichen Genehmigungsprozessen unterliegen".

"Wenn also in der Einladung zur Pressekonferwenz von - so wörtlich - verheerenden Folgen im Falle einer Panik gesprochen wird, dann wäre hier ja wohl der Gesetzgeber gefragt. Aber dann gewiss nicht nur im Hinblick auf die WM-Stadien, sondern zumindest für alle Stadien der ersten und zweiten Bundesliga, wo ja Woche für Woche gespielt wird. Und zwar seit vielen Jahren ohne schlimme Unfälle", so Niersbach.


Wo er recht hat, hat er recht, die Stadien in Deutschland sind ja wohl weltweit am sichersten einzustufen und ein gewisses Risiko bleibt immer.
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