Benfica will Eriksson
Sven-Göran Eriksson steht vor einem Wechsel zum portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon, den er bereits zwischen 1982 und 1984 sowie 1989 und 1992 betreut hatte. Zurzeit ist der frühere englische Nationaltrainer noch bei Manchester City im Amt, konnte dort jedoch nicht die hohen Erwartungen des Klubeigners Thaksin Shinawatra erfüllen.
Nach Medienberichten vom Donnerstag verhandelten Benfica-Präsident Luís Filipe Vieira und der künftige Sportdirektor Rui Costa mit dem Schweden.
Die Sportzeitung "A Bola" aus Lissabon meldete in ihrer Online-Ausgabe, dass sich beide Seiten auf einen Dreijahresvertrag geeinigt hätten. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Der Schwede selbst bestätigte die Offerte. "Ich habe die Verantwortlichen von Benfica getroffen und denke über ihr Angebot nach. Dies könnte ein Schritt nach vorn in meiner Karriere sein. Wir werden sehen."
Der Name Eriksson ruft bei Benfica gute Erinnerungen hervor. Drei Meistertitel gelangen dem Traditionsverein unter seiner Ägide.
In Manchester steht derweil der Name Luiz Felipe Scolari ganz oben auf der Liste. Der Brasilianer führte sein Heimatland zum Weltmeistertitel 2002 in Japan und Südkorea. 2003 übernahm er die portugiesische Auswahl, mit der er im Sommer einen weiteren Angriff auf den Europameistertitel starten wird.
Wie die "BBC" in England meldet, hat sich City-Boss Shinawatra in der Trainerfrage noch nicht entschieden. "Wir werden die Angelegenheit nach Saisonende analysieren", so der Ex-Premier Thailands.
Sven-Göran Eriksson (60) kann auf viele Jahre Erfahrung als Trainer renommierter europäischer Klubs verweisen. Vom IFK Göteborg wechselte der Schwede 1982 erstmals ins Ausland. Benfica Lissabon, der AS Rom, der AC Florenz, erneut Benfica, Sampdoria Genua, Lazio Rom und zuletzt Manchester City waren die Stationen auf Vereinsebene.
Sein Engagement als englischer Nationaltrainer lief von 2001 bis 2006. Bei drei großen Turnieren war er für die "Three Lions" verantwortlich. Sowohl bei der WM 2002 (Viertelfinalaus gegen Brasilien) als auch bei der EM 2004 und der WM 2006 (Viertelfinalaus jeweils gegen Portugal) gelang dem Team von der Insel nicht der erhoffte große Wurf.
Kurios: In Japan und Südkorea und auch in Portugal fand sein Team jeweils in einer von Scolari trainierten Mannschaft seinen Meister.
_________________