Prozess-Chaos bedroht Saisonstart in Italien
Ein Prozess-Chaos im Fußball-Skandal gefährdet den pünktlichen Saisonstart in der ersten italienischen Liga. Nach den vier verurteilten Clubs Juventus Turin, AC Florenz, Lazio Rom und AC Mailand hat nun auch die Staatsanwaltschaft Berufung angekündigt.
Die Anklage-Behörde beim Sportgericht des nationalen Fußballverbandes (FIGC) will sich für schärfere Strafen stark machen. Doch zugleich proben die Vereine den Aufstand: Sie geben sich nicht mit dem 'Schnellverfahren' des Verbandes zufrieden, sondern drohen vor Zivilgerichte zu ziehen. Damit sei der für Ende August geplante Start in die Saison 2006/2007 nicht mehr sicher, fürchten italienische Medien. 'Chaos total', meinte ein römischer Tifoso.
Nach dem Urteil in erster Instanz müssten 'Juve', Florenz und Lazio in die zweite Liga absteigen und kassierten zudem teilweise saftige Strafpunkte. Mailand darf dagegen in der ersten Liga bleiben, erhält aber ebenfalls Minuspunkte. Allerdings geben sich alle vier verurteilten Clubs optimistisch: Sie rechnen bei der Berufungsverhandlung vor dem römischen Sportgericht Ende dieser Woche bereits mit erheblichen Strafmilderungen. ''Juve' hat vor allem ein Ziel: dass die 30 Strafpunkte gestrichen werden', meinen Insider. Der italienische Rekordmeister hätte dann wenigstens die Chance, nach einem 'Jahr der Schande' wieder in die Serie A aufzusteigen.
Zugleich läuft der 'Ausverkauf' der Juventus-Stars auf vollen Touren: Torwart Gianluigi Buffon wechselt nach Medienberichten zum AC Mailand, während Fabio Cannavaro zu Real Madrid geht. Glaubt man den Insidern im italienischen 'Wechselfieber', ist Buffons Abgang von 'Juve' so gut wie perfekt. Nach wie vor ungeklärt ist dagegen die Frage, wer Nutznießer des Skandals ist und den Meistertitel 2006 erhält. Inter Mailand, Dritter der Meisterschaft hinter 'Juve' und dem Lokalrivalen AC, meldet seinen Anspruch immer deutlicher an. 'Wir sollten den Titel kriegen', fordert Inter-Kapitän Javier Zanetti. 'Inter hat nichts zu tun mit dem Skandal, der den italienischen Fußball beschmutzt.'
Dass es zu der befürchteten Prozess-Welle kommt, die der Verband unter allen Umständen vermeiden wollte, scheint so gut wie sicher: Wie italienische Zeitungen berichten, hat das zuständige Verwaltungsgericht der Region Latium trotz Ferienzeit bereits einen entsprechenden Termin für den 7. August freigehalten. Sogar die Richter im italienischen Staatsrat, dem obersten Gerichtshof für Zivilprozesse, hätten sich für den 12. August einen Verhandlungstermin 'Fußball-Skandal' notiert. Dabei soll der nationale Fußball-Verband spätestens bis Ende bekannt geben, wer Italien in der Champions League vertritt - doch auch in dieser Frage herrscht derzeit 'Chaos total'.
Ein Prozess-Chaos im Fußball-Skandal gefährdet den pünktlichen Saisonstart in der ersten italienischen Liga. Nach den vier verurteilten Clubs Juventus Turin, AC Florenz, Lazio Rom und AC Mailand hat nun auch die Staatsanwaltschaft Berufung angekündigt.
Die Anklage-Behörde beim Sportgericht des nationalen Fußballverbandes (FIGC) will sich für schärfere Strafen stark machen. Doch zugleich proben die Vereine den Aufstand: Sie geben sich nicht mit dem 'Schnellverfahren' des Verbandes zufrieden, sondern drohen vor Zivilgerichte zu ziehen. Damit sei der für Ende August geplante Start in die Saison 2006/2007 nicht mehr sicher, fürchten italienische Medien. 'Chaos total', meinte ein römischer Tifoso.
Nach dem Urteil in erster Instanz müssten 'Juve', Florenz und Lazio in die zweite Liga absteigen und kassierten zudem teilweise saftige Strafpunkte. Mailand darf dagegen in der ersten Liga bleiben, erhält aber ebenfalls Minuspunkte. Allerdings geben sich alle vier verurteilten Clubs optimistisch: Sie rechnen bei der Berufungsverhandlung vor dem römischen Sportgericht Ende dieser Woche bereits mit erheblichen Strafmilderungen. ''Juve' hat vor allem ein Ziel: dass die 30 Strafpunkte gestrichen werden', meinen Insider. Der italienische Rekordmeister hätte dann wenigstens die Chance, nach einem 'Jahr der Schande' wieder in die Serie A aufzusteigen.
Zugleich läuft der 'Ausverkauf' der Juventus-Stars auf vollen Touren: Torwart Gianluigi Buffon wechselt nach Medienberichten zum AC Mailand, während Fabio Cannavaro zu Real Madrid geht. Glaubt man den Insidern im italienischen 'Wechselfieber', ist Buffons Abgang von 'Juve' so gut wie perfekt. Nach wie vor ungeklärt ist dagegen die Frage, wer Nutznießer des Skandals ist und den Meistertitel 2006 erhält. Inter Mailand, Dritter der Meisterschaft hinter 'Juve' und dem Lokalrivalen AC, meldet seinen Anspruch immer deutlicher an. 'Wir sollten den Titel kriegen', fordert Inter-Kapitän Javier Zanetti. 'Inter hat nichts zu tun mit dem Skandal, der den italienischen Fußball beschmutzt.'
Dass es zu der befürchteten Prozess-Welle kommt, die der Verband unter allen Umständen vermeiden wollte, scheint so gut wie sicher: Wie italienische Zeitungen berichten, hat das zuständige Verwaltungsgericht der Region Latium trotz Ferienzeit bereits einen entsprechenden Termin für den 7. August freigehalten. Sogar die Richter im italienischen Staatsrat, dem obersten Gerichtshof für Zivilprozesse, hätten sich für den 12. August einen Verhandlungstermin 'Fußball-Skandal' notiert. Dabei soll der nationale Fußball-Verband spätestens bis Ende bekannt geben, wer Italien in der Champions League vertritt - doch auch in dieser Frage herrscht derzeit 'Chaos total'.



