
Titel: Metzelder verlässt das sinkendes Schiff
München/Dortmund - Die Ankündigung des Abschieds von Christoph Metzelder zum Saisonende kommt für Borussia Dortmund zu einem äußerst unglücklichen Zeitpunkt.
Denn nach der 2:3-Heimpleite am Sonntag gegen Energie Cottbus geht der Blick des BVB eindeutig nach unten.
So verstärkt sich der Eindruck, dass Metzelder ein sinkendes Schiff verlässt. Wo die Reise des Nationalspielers hingeht, ist noch nicht bekannt.
"Wir unterhalten uns mit mehreren Vereinen, möchten aber weder bekanntgeben, mit wem und warum", hüllte sich Metzelders-Berater Jörg Neubauer auf Anfrage von Sport1.de in Schweigen.
Juve und Inter locken
Auch Metzelder will sich nicht äußern. "Es wird bei meiner Entscheidung darum gehen, die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln" hatte er schon vor einigen Monaten erklärt.
Dies wird allem Anschein nach in Italien sein. Neben Juventus Turin soll vor allem Inter Mailand verstärktes Interesse an dem 26-Jährigen haben.
"Wünschen ihm alles Gute"
Ein Zurück zur Borussia, die am Montagvormittag aufgrund von Metzelders Zögern das hoch dotierte Angebot zur Vertragsverlängerung zurückzog, soll es aber nicht geben.
"Christoph Metzelder war auf dem Spielfeld und außerhalb des Platzes stets ein erstklassiger Repräsentant für Borussia Dortmund", lauteten die "letzten Worte" von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
"Wir wünschen ihm für den weiteren Verlauf seiner Karriere alles Gute."
Verlust einer weiteren Symbolfigur
Somit verlieren die Westfalen nicht nur einen Verteidiger, sondern auch eine Symbolfigur und einen weiteren Sympathieträger.
Neben dem beliebten David Odonkor hatte schon Jan Koller und Tomas Rosicky den Schwarz-Gelben im vergangenen Sommer den Rücken gekehrt.
Vor allem die beiden Tschechen waren ebenso wie Metzelder maßgeblich am schon fast in Vergessenheit geratenen letzten Triumph beteiligt, der deutschen Meisterschaft 2002.
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