Super-Nova
Sein Party-Geständnis
„Toll gemacht, Junge!“, „Schöne Tore, Nova!“, „Glückwunsch!“. Die Gratulanten nahmen am Montag kein Ende.
Selbst als Milivoje Novakovic ( 28 ) nach dem Auslaufen nur noch nach Hause wollte, hatte er auf dem Parkplatz am Geißbockheim Hände auf Hände zu schütteln. Behagen tut das dem Kölner Top-Stürmer nur bedingt…
Ich fühle mich verfolgt“, sagt der Derby-Held von Koblenz im EXPRESS-Gespräch, „viele Leute interessieren sich anscheinend mehr für mein Privatleben als für die Art, wie ich Fußball spiele. Ich möchte, dass damit Schluss ist.“
Novakovic - nicht nur auf dem Platz (wie jetzt mit seinem Doppelpack in Koblenz) geht der slowenische Nationalspieler gerne feiern. Das sagt er auch ganz offen.
Novas Party-Geständnis: „Ich stehe dazu, dass ich gerne raus gehe. Das macht jeder Fußballer“, so Nova, „aber seitdem ich nach dem Jena-Spiel eine Geldstrafe kassierte (am nächsten Morgen konnte Novakovic nicht trainieren, Anm. d. Red.), habe ich das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Und muss mich rechtfertigen.“
Der Top-Stürmer zieht die Stirn in Falten, als er zu erzählen beginnt. Es geht um Gerüchte mit Alkohol. Mit Frauen. Sie setzen dem sympathischen Stürmer zu. „Ich fühle die Blicke der Leute, wenn ich mal in einer Bar sitze. Das ist alles so unfair. Wissen Sie: Ich bin Profi.
Drei Tage vor einem Spiel gehe ich nicht raus - das ist in unserem Disziplinkatalog so vorgeschrieben. Aber was ich sonst in meinem Privatleben tu oder wo ich mich aufhalte, ist doch meine Sache. Ich bin schließlich nicht bei der Bundeswehr. Der Verein hat ein Problem mit den Gerüchten - ich lache über sie. Aber sie nerven.“
Coach Christoph Daum bat Novakovic erst letzte Woche noch einmal zum Gespräch unter vier Augen. Wie er setzt auch Michael Meier ganz auf die Eigenverantwortung des Stürmers.
„In vielen persönlichen Gesprächen wollen wir Novakovic klarmachen, wie wichtig er für uns ist“, sagt der FC-Manager, „das bringt mehr, als einen Aufpasser oder Leibwächter auf ihn anzusetzen.“
Das Vertrauen der Bosse zahlte Nova in Koblenz zurück: Mit fünf Treffern steht er mittlerweile an der Spitze der Torjägerliste. „Dabei war ich vor wenigen Wochen noch knapp davor, ob ich vom Verein weggehe“, verrät er. Und schließt am Ende selbstkritisch: „Ich bin noch nicht mit mir zufrieden. Ich kann noch mehr. Man muss mich nur lassen…“
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