Fussball Blog

Bundesliga International und WM 2010

 

Kuranyi fliegt aus der Nationalmannschaft

Kevin Kuranyi wurde einen Tag nach dem 2:1 Sieg gegen Russland von Joachim Löw aus der Nationalmannschaft geworfen.
Grund: Kuranyi reiste während der Halbzeit einfach ab, nachdem er zuvor von seiner Verbannung auf die Tribüne erfahren hatte. Die DFB-Verantwortlichen konnten ihn bis Sonntagmittag nicht erreichen, sein Mobiltelefon war ausgeschaltet.

Joachim Löw:
“So wie Kevin reagiert hat, kann ich das nicht akzeptieren und werde ihn deshalb in Zukunft nicht für die Nationalelf nominieren”.
“Wir sind alle überrascht gewesen von der vorzeitigen Abreise von Kevin Kuranyi. Trotz mehrerer Versuche haben ihn Oliver Bierhoff und ich bisher telefonisch nicht erreicht”.
“Kevin kam unmittelbar nach der Mannschaftssitzung auf mich zu und hat seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass er nicht zum 18er-Kader gehört und auf der Tribüne sitzen muss”.
“Ich kann seine Enttäuschung verstehen, aber die Reaktion, die dann am Abend passiert ist, ist nicht akzeptabel und verständlich.”
“Wir sind hier derzeit bei der Nationalmannschaft 20 Topleute und da werden wir Trainer immer wieder aufs Neue harte Entscheidungen treffen müssen.”

Kuranyis Berater Roger Wittmann meldete sich am Sonntag im DSF zu Wort:
“Er hat entschieden, was er für sich selbst als richtig empfindet, zu sagen, ich gehe nach Hause”.
Man hätte es zwar besser machen können, räumte er ein. “Aber der Mensch Kevin Kuranyi spielt auch eine Rolle – und der hat so entschieden.”

Auch wenn die Sache noch nicht endgültig geklärt scheint, ist es wohl aussichtslos das Kuranyi jemals wieder für die DFB-Elf aufläuft.
Sein Frust ist sicher verständlich, als Profi muss er aber auch mit solchen Entscheidungen umgehen können und darf sich nicht so verhalten.

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Abgelegt unter : Fussball-News, WM 2010, FC Schalke 04, Fussball International, Spieler
von Fussball-Blog
am 12. Oktober 2008
um 15:15 Uhr
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Jens Lehmann beendet DFB-Karriere

Jens Lehmann hat seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt. Nach einem Gespräch mit Joachim Löw und Andreas Köpke tritt Lehmann somit 40 Tage nach dem EM-Finale gegen Spanien zurück.

“Ich konnte dem Bundestrainer keine Garantie mehr geben, dass ich über das eine Jahr hinaus, für das ich beim VfB Stuttgart einen Vertrag habe, noch Fußball spielen werde”, so Lehmann:
“Insofern habe ich ihm und Andreas Köpke vorgeschlagen, dass sie für die deutsche Nationalmannschaft nicht mehr mit mir planen.”

“Wir haben in der Beurteilung der Situation absolut auf einer Wellenlänge gelegen. Ich habe mich bei Jens für großartige Leistungen in der Nationalmannschaft bedankt”, so Löw:
“Sicher wird unser Erfolg bei der WM 2006 dank des Elfmeterschießens gegen Argentinien immer eng mit seinem Namen verbunden bleiben, aber auch bei der EM 2008 hatte er einen genauso großen Anteil an unserem Erfolg.”

Lehmann hat insgesamt 61 Länderspiele bestritten. Das erste Spiel war am 18. Februar 1998 in Maskat gegen den Oman.

Somit dürfte der Weg frei sein für Rene Adler. Auch Timo Hildebrand könnte wieder in den Fokus rücken.

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von Fussball-Blog
am 9. August 2008
um 10:58 Uhr
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EM 2008: Löw und Matthäus zur Favoritenrolle

Joachim Löw glaubt nicht daran, dass Deutschland bei der EM 2008 zu den Top-Favoriten zählt.
In einem Interview sagte er:
“Rückblickend auf die letzten zehn Jahre sind Frankreich und Italien erfolgreicher gewesen.”

Auch Lothar Matthäus will nichts von einer Favoritenrolle wissen und hält die DFB-Elf sogar für überbewertet.
“Mal ehrlich: ist sie wirklich so erfolgreich?
Erstens: wir sind in der EM-Qualifikation zwar gut gestartet - soweit ich weiß am Ende aber nur Zweiter geworden.
Zweitens: wir hatten bei der Fifa-Wahl zum weltbesten Fußballer nur zwei Deutsche unter den 30 Nominierten.
Drittens: wir sind bei der WM im eigenen Land Dritter geworden hinter zwei anderen europäischen Mannschaften.”
Vor diesem Hintergrund wird niemand ernsthaft behaupten können, wir seien der große EM-Favorit” so Matthäus.

Matthäus sieht ein Problem darin, dass sich zuwenige deutsche Spieler im Ausland durchsetzen:
“Spieler wie Hinkel und Hildebrand hatten bei ihren Wechseln noch nicht die nötige Reife und Erfahrung, um sich gegen die Topstars durchzusetzen und in der Hierarchie nach oben zu kommen. Sie haben in ihrer Karriere noch nichts erreicht. Deshalb ist ihr Stellenwert in den Klubs nicht so hoch, deshalb haben sie Probleme”

Im großen und Ganzen hat Matthäus mit dieser Aussage recht. Zumindest bei Hildebrand liegt er nicht mehr ganz richtig. Dieser ist bei Valencia drauf und dran sich durchzusetzen. Dennoch gingen die meisten Wechsel ins Ausland (siehe Hinkel, Odonkor, auch Ballack bislang) schief.

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Abgelegt unter : Fussball-News, EM 2008
von Fussball-Blog
am 10. Januar 2008
um 13:36 Uhr
Kommentare : 0