Kuranyi fliegt aus der Nationalmannschaft
Kevin Kuranyi wurde einen Tag nach dem 2:1 Sieg gegen Russland von Joachim Löw aus der Nationalmannschaft geworfen.
Grund: Kuranyi reiste während der Halbzeit einfach ab, nachdem er zuvor von seiner Verbannung auf die Tribüne erfahren hatte. Die DFB-Verantwortlichen konnten ihn bis Sonntagmittag nicht erreichen, sein Mobiltelefon war ausgeschaltet.
Joachim Löw:
“So wie Kevin reagiert hat, kann ich das nicht akzeptieren und werde ihn deshalb in Zukunft nicht für die Nationalelf nominieren”.
“Wir sind alle überrascht gewesen von der vorzeitigen Abreise von Kevin Kuranyi. Trotz mehrerer Versuche haben ihn Oliver Bierhoff und ich bisher telefonisch nicht erreicht”.
“Kevin kam unmittelbar nach der Mannschaftssitzung auf mich zu und hat seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass er nicht zum 18er-Kader gehört und auf der Tribüne sitzen muss”.
“Ich kann seine Enttäuschung verstehen, aber die Reaktion, die dann am Abend passiert ist, ist nicht akzeptabel und verständlich.”
“Wir sind hier derzeit bei der Nationalmannschaft 20 Topleute und da werden wir Trainer immer wieder aufs Neue harte Entscheidungen treffen müssen.”
Kuranyis Berater Roger Wittmann meldete sich am Sonntag im DSF zu Wort:
“Er hat entschieden, was er für sich selbst als richtig empfindet, zu sagen, ich gehe nach Hause”.
Man hätte es zwar besser machen können, räumte er ein. “Aber der Mensch Kevin Kuranyi spielt auch eine Rolle – und der hat so entschieden.”
Auch wenn die Sache noch nicht endgültig geklärt scheint, ist es wohl aussichtslos das Kuranyi jemals wieder für die DFB-Elf aufläuft.
Sein Frust ist sicher verständlich, als Profi muss er aber auch mit solchen Entscheidungen umgehen können und darf sich nicht so verhalten.
Blogosphäre: TechnoratiFeedsterBloglines
Bookmarks: Del.icio.usSpurlFurlDigg
Kommentare zum Beitrag RSS | TrackBack URI
