Transfermark schließt
Am Montag, 31. August, um 24 Uhr schließt der Transfermarkt. Die größten Deals sind allerdings schon getätigt worden. In Deutschland sorgte natürlich der Transfer von Arjen Robben für den größten Wirbel. Der Niederländer, zuletzt mit Abstand bester Mann bei Real Madrid, wechselte überraschend in die Bundesliga zum FC Bayern. Aber auch sonst scheint sich die deutsche Eliteklasse in Europa deutlich besser positioniert zu haben als im letzten Jahrzehnt. Auch neben dem deutschen Rekordmeister schaffen es immer mehr Vereine, europaweit begehrte Spieler an Land zu ziehen. Der VfL Wolfsburg bewies dies mit der Verpflichtung von Obafemi Martins, der von Premier-League-Absteiger Newcastle United losgeeist wurde. Der ein oder andere englische Topklub hätte den Nigerianer allerdings gerne unter seine Fittiche genommen, doch mittlerweile gibt es finanzkräftige Bundesligisten, die sich solche Spieler leisten kann und die vollen Stadien spielen dann auch eine zumindest sekundäre Rolle.
Der VfB Stuttgart schlug ebenfalls einigen Vereinen ein „Schnippchen“ um es mit Uli Hoeneß’ Worte zu sagen. Pawel Progrebniak von Zenit St. Petersburg stand auch im Ausland – wiederum v.a. bei einigen englischen Klubs, die aber teilweise mit der Finanzkrise und Schuldenbergen ordentlich zu kämpfen haben – auf der Liste. Dennoch entschied er sich letztendlich für den VfB Stuttgart. Der hatte zuvor Mario Gomez verloren, ausnahmsweise ein typischer Transfer, den der FCB da getätigt hatte. Die Münchner gehören mit ca 75 Millionen Euro Ausgaben europaweit zu den Vereinen, die am meisten Geld ausgegeben haben.
Manchester City und Real Madrid übertrafen diese Summe noch, in der Bundesliga kam jedoch keiner an den Bayern vorbei. Dennoch kann das Fazit Stunden vor dem Ende der Transferperiode nur lauten: Die Bundesliga hat sich verstärkt, auch wenn mit Diego ein Superstar gegangen ist.
Felix Wagner ist Journalist und schreibt für Betfair
