EM 2008: Löw und Matthäus zur Favoritenrolle
Joachim Löw glaubt nicht daran, dass Deutschland bei der EM 2008 zu den Top-Favoriten zählt.
In einem Interview sagte er:
“Rückblickend auf die letzten zehn Jahre sind Frankreich und Italien erfolgreicher gewesen.”
Auch Lothar Matthäus will nichts von einer Favoritenrolle wissen und hält die DFB-Elf sogar für überbewertet.
“Mal ehrlich: ist sie wirklich so erfolgreich?
Erstens: wir sind in der EM-Qualifikation zwar gut gestartet - soweit ich weiß am Ende aber nur Zweiter geworden.
Zweitens: wir hatten bei der Fifa-Wahl zum weltbesten Fußballer nur zwei Deutsche unter den 30 Nominierten.
Drittens: wir sind bei der WM im eigenen Land Dritter geworden hinter zwei anderen europäischen Mannschaften.”
Vor diesem Hintergrund wird niemand ernsthaft behaupten können, wir seien der große EM-Favorit” so Matthäus.
Matthäus sieht ein Problem darin, dass sich zuwenige deutsche Spieler im Ausland durchsetzen:
“Spieler wie Hinkel und Hildebrand hatten bei ihren Wechseln noch nicht die nötige Reife und Erfahrung, um sich gegen die Topstars durchzusetzen und in der Hierarchie nach oben zu kommen. Sie haben in ihrer Karriere noch nichts erreicht. Deshalb ist ihr Stellenwert in den Klubs nicht so hoch, deshalb haben sie Probleme”
Im großen und Ganzen hat Matthäus mit dieser Aussage recht. Zumindest bei Hildebrand liegt er nicht mehr ganz richtig. Dieser ist bei Valencia drauf und dran sich durchzusetzen. Dennoch gingen die meisten Wechsel ins Ausland (siehe Hinkel, Odonkor, auch Ballack bislang) schief.
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