Gestern Abend setzte sich der FSV Mainz 05 beim 1.FC Kaiserslautern nach Elfmeterschießen im Achtelfinale des DFB-Pokals durch. Spielentscheidende Sitution war ein
nicht gegebenes "Wembley-Tor" im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Mainz sorgte beim 1. FC Kaiserslautern für blankes Entsetzen.
FCK-Trainer Wolfgang Wolf sprach von "einer Riesensauerei". Die Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allerdings im Keim erstickt.
"Ich werde mir die Szene noch einmal ganz genau anschauen. Aber es handelt sich natürlich um eine Tatsachenentscheidung. Dass Konsequenzen folgen, halte ich eher für unwahrscheinlich", sagte der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert.
Der FCK behielt sich zunächst einen Protest vor, nachdem Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) im Elfmeterschießen beim Stand von 2:0 für den FCK einen Treffer des Lauterers Ferydoon Zandi nicht anerkannt hatte, obwohl der Ball von der Unterkante der Latte hinter die Torlinie geprallt war.
Im Anschluss hatte der FSV das rheinland-pfälzische Derby im Elfmeterschießen noch mit 4:3 für sich entschieden und war zum dritten Mal ins Viertelfinale eingezogen.
Obwohl der DFB schon mal eine Tatsachenentscheidung aufhob und in der Bundesliga-Saison 1993/94 die Partie zwischen Bayern München und dem 1. FC Nürnberg nach dem "Phantom-Tor" von Thomas Helmer neu ansetzte, glaubt auch DFB-Pressesprecher Harald Stenger nicht an ein Wiederholungsspiel.
"Ich gehe davon aus, dass sich alle Diskussionen erübrigen dürften", sagte Stenger.
Wolf war nach dem unglücklichen Pokal-Aus bedient. "Dass ein reguläres Elfmeter-Tor nicht zählt, hat es wohl noch nie gegeben. Ich unterstelle dem Schiedsrichter keine Absicht, aber das muss er einfach sehen", ereiferte sich der 48-Jährige. Trotz des Scheiterns richtete Wolf einen flammenden Appell an das gesamte Umfeld des FCK.
"Jeder sollte an diesen Klub glauben. Seitdem ich hier bin, macht die Mannschaft Fortschritte. Es wächst wieder etwas zusammen. So können wir aus dem Schlamassel rauskommen, und das Glück wird sich auch einpendeln", meinte der Nachfolger des vor einem Monat entlassenen Michael Henke.
Obwohl den Pfälzern die erhofften Zusatzeinnahmen aus dem Pokal fehlen, hofft Wolf "auf die ein oder andere Neuverpflichtung für die Rückrunde".
Die Mannschaft bewies zumindest, dass sie intakt ist. Nach der gelb-roten Karte gegen Ervin Skela (96.) rettete sich der FCK in Unterzahl ins Elfmeterschießen. Der 17 Jahre alte Daniel Halfar, der den entscheidenden Strafstoß neben das Tor schoss, musste sich keine Vorwürfe anhören.
"Ganz im Gegenteil. Wir werden ihm helfen, damit er das schnell verkraftet", erklärte Kapitän Marco Engelhardt.
Die Mainzer verspürten nach dem Happy-End im Elfmeterschießen kein schlechtes Gewissen. "Wir müssen uns nicht entschuldigen", meinte FSV-Coach Jürgen Klopp: "Wir haben zwar glücklich gewonnen, aber wir sind glücklich."
Manager Christian Heidel schloss ein freiwilliges Wiederholungsspiel aus: "Wir haben ja keinen Fehler gemacht. Außerdem müsste man dann die gesamte Fußball-Geschichte seit dem Wembley-Tor 1966 neu schreiben."
Ob die Mainzer die Zusatzeinnahmen in der Winterpause in neue Spieler investieren, ließ Heidel offen. "Wir können das Geld ja beim Rosenmontagsumzug ausgeben", scherzte Heidel: "Nein, im Ernst, wir haben uns über die Verwendung noch keine Gedanken gemacht."
In der regulären Spielzeit traf Antonio da Silva (62.) nach der Lauterer Führung durch Engelhardt (29.) zum Ausgleich. Der Tscheche Petr Ruman sorgte im Elfmeterschießen für den Schlusspunkt und ließ dabei ebenfalls Erinnerungen an ein denkwürdiges Finale aufleben.
"Ich hatte das Tor von Antonin Panenka beim EM-Finale 1976 gegen Deutschland im Kopf", meinte Ruman: "Also habe ich den Ball einfach mitten ins Tor geschossen - zum Glück ist es gut gegangen.
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Bundesliga Tippspiel | EM 2008 Tippspiel
nicht gegebenes "Wembley-Tor" im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Mainz sorgte beim 1. FC Kaiserslautern für blankes Entsetzen.
FCK-Trainer Wolfgang Wolf sprach von "einer Riesensauerei". Die Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allerdings im Keim erstickt.
"Ich werde mir die Szene noch einmal ganz genau anschauen. Aber es handelt sich natürlich um eine Tatsachenentscheidung. Dass Konsequenzen folgen, halte ich eher für unwahrscheinlich", sagte der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert.
Der FCK behielt sich zunächst einen Protest vor, nachdem Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) im Elfmeterschießen beim Stand von 2:0 für den FCK einen Treffer des Lauterers Ferydoon Zandi nicht anerkannt hatte, obwohl der Ball von der Unterkante der Latte hinter die Torlinie geprallt war.
Im Anschluss hatte der FSV das rheinland-pfälzische Derby im Elfmeterschießen noch mit 4:3 für sich entschieden und war zum dritten Mal ins Viertelfinale eingezogen.
Obwohl der DFB schon mal eine Tatsachenentscheidung aufhob und in der Bundesliga-Saison 1993/94 die Partie zwischen Bayern München und dem 1. FC Nürnberg nach dem "Phantom-Tor" von Thomas Helmer neu ansetzte, glaubt auch DFB-Pressesprecher Harald Stenger nicht an ein Wiederholungsspiel.
"Ich gehe davon aus, dass sich alle Diskussionen erübrigen dürften", sagte Stenger.
Wolf war nach dem unglücklichen Pokal-Aus bedient. "Dass ein reguläres Elfmeter-Tor nicht zählt, hat es wohl noch nie gegeben. Ich unterstelle dem Schiedsrichter keine Absicht, aber das muss er einfach sehen", ereiferte sich der 48-Jährige. Trotz des Scheiterns richtete Wolf einen flammenden Appell an das gesamte Umfeld des FCK.
"Jeder sollte an diesen Klub glauben. Seitdem ich hier bin, macht die Mannschaft Fortschritte. Es wächst wieder etwas zusammen. So können wir aus dem Schlamassel rauskommen, und das Glück wird sich auch einpendeln", meinte der Nachfolger des vor einem Monat entlassenen Michael Henke.
Obwohl den Pfälzern die erhofften Zusatzeinnahmen aus dem Pokal fehlen, hofft Wolf "auf die ein oder andere Neuverpflichtung für die Rückrunde".
Die Mannschaft bewies zumindest, dass sie intakt ist. Nach der gelb-roten Karte gegen Ervin Skela (96.) rettete sich der FCK in Unterzahl ins Elfmeterschießen. Der 17 Jahre alte Daniel Halfar, der den entscheidenden Strafstoß neben das Tor schoss, musste sich keine Vorwürfe anhören.
"Ganz im Gegenteil. Wir werden ihm helfen, damit er das schnell verkraftet", erklärte Kapitän Marco Engelhardt.
Die Mainzer verspürten nach dem Happy-End im Elfmeterschießen kein schlechtes Gewissen. "Wir müssen uns nicht entschuldigen", meinte FSV-Coach Jürgen Klopp: "Wir haben zwar glücklich gewonnen, aber wir sind glücklich."
Manager Christian Heidel schloss ein freiwilliges Wiederholungsspiel aus: "Wir haben ja keinen Fehler gemacht. Außerdem müsste man dann die gesamte Fußball-Geschichte seit dem Wembley-Tor 1966 neu schreiben."
Ob die Mainzer die Zusatzeinnahmen in der Winterpause in neue Spieler investieren, ließ Heidel offen. "Wir können das Geld ja beim Rosenmontagsumzug ausgeben", scherzte Heidel: "Nein, im Ernst, wir haben uns über die Verwendung noch keine Gedanken gemacht."
In der regulären Spielzeit traf Antonio da Silva (62.) nach der Lauterer Führung durch Engelhardt (29.) zum Ausgleich. Der Tscheche Petr Ruman sorgte im Elfmeterschießen für den Schlusspunkt und ließ dabei ebenfalls Erinnerungen an ein denkwürdiges Finale aufleben.
"Ich hatte das Tor von Antonin Panenka beim EM-Finale 1976 gegen Deutschland im Kopf", meinte Ruman: "Also habe ich den Ball einfach mitten ins Tor geschossen - zum Glück ist es gut gegangen.
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