Reinhardt und Boateng fallen aus
Hamburg: Jol darf personell nachlegen
Martin Jol hat recht behalten. Und zeigt sich darüber wenig überrascht. Gegen den Willen des Spielers hatte er Vincent Kompany unter der Woche von Olympia für den Auftakt in München zurückbeordert und ihn prompt benötigt.
"Es klingt vielleicht arrogant, aber in neun von zehn Fällen liege ich richtig", sagt Hamburgs Coach. Und wird fortan auf den umstrittenen Belgier setzen müssen. Bei Bastian Reinhardt bestätigte sich am heutigen Montag bei einer Kernspin-Untersuchung der Verdacht auf Muskelfaserriss in der linken Wade. Die gleiche Verletzung, allerdings im rechten Oberschenkel, wurde auch bei Jerome Boateng diagnostiziert. Beide mussten beuim 2:2 in München vorzeitig ausgewechselt werden und fallen rund drei Wochen aus.
Die Alternativen in der Abwehr werden damit dünn und Jol behält ein weiteres Mal recht: Eindringlich hatte er auf erforderliche Verstärkungen für die Defensive hingewiesen und wird trotz des Petric-Transfers und des ansprechenden Auftritts beim Rekordmeister erhört. Klubboss Bernd Hoffmann jedenfalls stellt klar: "Ich gehe davon aus, dass wir noch was machen und in den nächsten zwei Wochen etwas unter Dach und Fach bringen." Gelingt dies, traut Ex-HSVer Daniel van Buyten der Jol-Elf Großes zu. "Sie sind taktisch gut eingestellt und werden um den Titel mitspielen."
Auftakt und Petric-Transfer haben Lust auf mehr gemacht. Auch bei Trainer Jol, der bereits Karlsruhe im Visier hat: "Mit dem Start bin ich zufrieden. Jetzt freue ich mich auf die Heimpremiere."
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