Willi Landgraf präsentiert die Aufstiegsmannschaft
Als Rekordzweitligaspieler stieß Willi Landgraf 2006 von Alemannia Aachen zum Oberliga-Team der Knappen und unterstützte die Mannschaft in dieser Saison tatkräftig beim Aufstieg in die Regionalliga. Exklusiv für schalke04.de stellt der 39-Jährige in einer zweiteiligen Serie seine Mannschaftskollegen mit einem Augenzwinkern vor: vom Schuh-Tick des Adrian Gurzynski bis zu den bunten Frisuren des Jakob Dallevedove. Am Dienstag (3.6.) folgt Teil zwei.
Till Beckmann: Till ist unser Freizeitkicker. In der Winterpause hat er nämlich seinen Platz in der Mannschaft gegen einen Bürostuhl in der Schalker Jugendabteilung eingetauscht. Für mich ist es schade, dass einer unserer dienstältesten Spieler nicht mehr dabei ist. Er war sehr wichtig für die Mannschaft und zudem sind wir gut befreundet. Nun nervt er mich zwar nicht mehr beim Training, dafür kann ihn jeden Tag in der Geschäftsstelle besuchen.
Jakob Dallevedove: Jakob ist ein Spieler mit einem Riesentalent. Vor allem seine Freistöße sind gefürchtet. Aber auch spielerisch könnte er sein Potenzial etwas mehr ausschöpfen. Allerdings hat er auch eine Macke: die vielen Besuche beim Frisör. Ihr müsst nämlich wissen, dass er seine Frisur immer passend zu seinen Fußballschuhen auswählt. Hat er rote Schuhe, lässt er sich die Haare rot färben, trägt er blaue Schuhe, sind seine Haare ebenfalls blau.
Yalcin Erkaya: Mein kleiner türkischer Ronaldinho! Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen, ist aber ehrlich gesagt der schlechteste türkische Fußball-Tennis-Spieler, den ich kenne. Außerdem sollte er es sich mal zu Herzen nehmen, dass man seine Wettschulden bezahlt...
Ralf Fährmann: Ihn habe ich meistens nur im Abschluss-Training gesehen. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und es ist bemerkenswert, wie gut er mit seiner Rolle als dritter Torhüter der Profis umgeht. Einziges Manko: Er sollte mal an seinem Chemnitzer Dialekt arbeiten, damit man ihn im Ruhrgebiet besser versteht.
Jens Grembowietz: „Grembo“ wünsche ich einfach nur eine Saison, in der er mal nicht verletzt ist. Er hat ausgezeichnete Führungsqualitäten und geht immer vorne weg, aber seine Verletzungen werfen ihn immer wieder zurück. Auf jeden Fall sollte er seine positive Einstellung behalten.
Adrian Gurzynski: Er ist einen Riesentyp und besitzt eine sehr positive Ausstrahlung. Ein guter Fußballer, der nur einen Makel besitzt: Adrian besitzt im Vergleich zu den anderen Spielern definitiv die meisten Fußball-Schuhe. Man könnte fast sagen, sein Schuh-Fetisch kommt nahe an den einer Frau heran.
Nedim Hasanbegovic: Auch ihm wünsche ich vor allem Verletzungsfreiheit. „Bego“ hat eine tolle Einstellung. Ich hoffe für ihn, dass seine Mama aus Kiel ihn bald wieder besucht. Dann blüht er immer richtig auf und schwärmt von dem leckeren Essen, das sie für ihn kocht.
Benedikt Höwedes: Zu Bene braucht man fast gar nichts mehr zu sagen. Er hat in diesem Jahr gezeigt, dass er ein ganz Großer werden kann. Was mir an ihm besonders imponiert: Wenn er nach Champions-League-Einsätzen bei uns in der Oberliga zum Einsatz gekommen ist, hat er trotzdem 100 Prozent gegeben. Hut ab vor seiner professionellen Einstellung! Als Typ ist er sehr ruhig. Wenn er jedoch mal etwas sagt, dann merkt man, dass er richtig Schalk im Nacken hat.
André und Tim Kilian: Beiden möchte ich ein Riesenkompliment machen, denn es gelingt ihnen, neben dem Fußballspielen ihre Ausbildung bei der Sparkasse mit vollem Einsatz durchzuziehen. Ich weiß noch von früher, wie es ist, wenn man sich nach der Arbeit abhetzen muss, um pünktlich zum Training zu kommen. Dass sie Zwillinge sind, zeigt sich auch in ihrer Art, Fußball zu spielen. Für beide gilt: Manchmal ist es einfacher, wenn man vier bis fünf Übersteiger weniger macht...
Kevin Kysina: Kevin und Jens Grembowietz heißen bei uns nur „die Twins“. Sie benehmen sich meist wie Zwillinge. Sämtliche Partnerübungen im Training absolvieren sie zusammen. Aber es scheint auch, dass sie sich jeweils von der Verletzungsanfälligkeit des anderen anstecken lassen. Deswegen wünsche ich auch Kevin vor allem, dass er frei von Verletzungen bleibt. Seine Einstellung stimmt absolut und er bringt jede Menge Biss mit.
Quelle:Schalke
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