Manager Heidel verlängert bis 2013
Mainz: Klopp hat keinen Vorvertrag in Salzburg
"Die haben meine Nummer gar nicht." Leicht gereizt machte Jürgen Klopp am Montag nach dem 1:0 im Topspiel des FSV Mainz 05 bei Borussia Mönchengladbach deutlich, dass er nicht in Kontakt stehe mit dem österreichischen Meister RB Salzburg. "Wenn die sich melden sollten, sage ich Bescheid", so der charismatische Fußball-Lehrer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Der von Manager Christian Heidel dagegen wurde derweil bis 2013 verlängert.
Auch der Hamburger SV soll bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Huub Stevens an Klopp interessiert sein. Der Kult-Coach bekommt von seinem derzeitigen Arbeitgeber "alle Zeit" für die Entscheidungsfindung, wie Manager Christian Heidel nochmals unterstrich.
Heidel selbst hat seinen Kontrakt bis 2013 verlängert. "Entscheidend war die Lösung der Stadionfrage", erklärte Heidel, der seit 1991 im Amt ist, seinen Job aber erst seit Oktober 2005 hauptamtlich ausübt. "Die Zusammenarbeit mit Christian Heidel ist ja eigentlich kein normales Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis. Bei uns ist alles von Freundschaft und Vertrauen geprägt", sagte Klubchef Harald Strutz.
Klopp hatte kürzlich erklärt, bis Ende März eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen. Einen Vorvertrag in Salzburg gebe es definitiv nicht, so Heidel. "Das ist garantiert Unsinn. Ich weiß, dass er so etwas nicht unterschrieben hat."
Neues Stadion kommt
Bleibt Klopp in Mainz, darf er in nicht allzu ferner Zukunft gegnerische Teams in einer neuen Spielstätte begrüßen. Möglicherweise ist dies auch ein Grund für den Verbleib Klopps bei den 05ern. Das monatelange Gerangel um den Neubau ist zu Ende, die neue Arena mit einer Kapazität von 35.000 Zuschauern soll 50 Millionen Euro kosten.
Gebaut werden wird der "Bruchweg-Nachfolger" direkt neben der ursprünglich vorgesehenen Stelle. Fünf Grundstückseigentümer hatten gegen den vorgesehenen Bauplatz an der Auffahrt zur Autobahn 60 - zwei Kilometer von der Geschäftsstelle und dem alten Stadion entfernt - protestiert und wollten nicht an die Stadt verkaufen.
Den von der Stadt gebotenen Preis von angeblich 35 Euro pro Quadratmeter befanden die Eigentümer für deutlich zu niedrig und forderten ihrerseits offenbar 150 Euro.
Ein Scheitern des Bauvorhabens konnte nun verhindert werden. Mit dem neuen Stadion können die Rheinhessen pro Heimspiel knapp 15.000 Tickets mehr verkaufen.
Quelle
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