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«Kellerkinder» testen Topteams - Endspiel für FCK
Aufstiegshoffnung gegen Abstiegsangst - die Duelle zwischen Spitzenteams und Kellerclubs sorgen am 25. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga für reizvolle Kontraste.
«In dieser Liga ist vieles möglich, warum sollen wir nicht mal eine Überraschung schaffen», formuliert Wacker Burghausens Teamchef Fred Arbinger die Erwartungen seiner Leidensgenossen. Der Tabellenvorletzte empfängt den seit acht Spielen ungeschlagenen SC Freiburg. Der ebenfalls gefährdete FC Carl Zeiss Jena testet Spitzenreiter Karlsruher SC, Kickers Offenbach prüft den Tabellenzweiten Hansa Rostock und Schlusslicht Eintracht Braunschweig den FC Erzgebirge Aue.
Mit 22 Punkten aus den letzten acht Begegnungen haben sich die Breisgauer nach einer enttäuschenden Hinserie im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Burghausen hat der gute Auftritt in Rostock (0:0) Mut gemacht. «Wer bei Hansa besteht, kann auch gegen Freiburg punkten», meinte Wacker-Kapitän Uwe Gospodarek. Der noch sieglose Teamchef Arbinger will «mit der letzten Konsequenz und dem Quäntchen Glück, das wir zuletzt nicht hatten, den Erfolg erzwingen».
Mit elf Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz steht der KSC schon mit einem Bein in der Bundesliga, doch Edmund Becker erwartet weiterhin volle Konzentration. «Wir dürfen uns nicht auf unserem Polster ausruhen, sondern müssen den Vorsprung ausbauen», fordert der Trainer vor der Partie beim Tabellen-15. in Jena. Becker hofft, dass der seit vier Spielen erfolglose Torjäger Giovanni Federico durch den feststehenden Wechsel nach Dortmund seine Ladehemmung beendet.
Der Ausrutscher gegen Burghausen hat Rostocks Ambitionen einen kleinen Dämpfer verpasst, doch mit einem Sieg in Offenbach soll der zweite Aufstiegsplatz weiter gefestigt werden. «Es ist natürlich ein sehr gutes Gefühl, dass wir es weiter in der eigenen Hand haben», sagt Kapitän Stefan Beinlich. Hansa-Stürmer Regis Dorn, der vor fünf Wochen an die Ostsee wechselte, hofft bei der Rückkehr an den Main auf sein erstes Hansa-Tor: «Das wäre besonders schön, wenn es am Bieberer Berg klappen würde.»
Drei Monate nach dem letzten Auswärtssieg (1:0 in Karlsruhe) will Erzgebirge Aue mit einem «Dreier» in Braunschweig seine Aufstiegschance wahren. «Das ist für uns das schwerste Spiel der Saison. Jeder muss fighten und 110 Prozent aus sich rauskitzeln», verlängt Vizepräsident Bertram Höfer. Auch beim 1. FC Kaiserslautern herrscht Endspielstimmung. «Jetzt ist jedes Spiel entscheidend», meint Mittelfeldspieler Sven Müller. Mit einem Sieg gegen 1860 München will der FCK erfolgreich in die «Wochen der Wahrheit» mit den folgenden Partien gegen Freiburg und Duisburg starten.
Beim MSV ist nach zwei Niederlagen in Serie Platz drei in Gefahr geraten, deshalb verlangt Trainer Rudi Bommer im Duell mit der SpVgg Greuther Fürth «mehr Begeisterung und Leidenschaft» von seinen Spielern. Ähnliche Tugenden erwartet auch Kölns Coach Christoph Daum von seinen Stars. Bei einer Pleite gegen Unterhaching wäre der FC ebenso im Abstiegskampf wie Rot-Weiss Essen (in Paderborn) und die TuS Koblenz, die am Freitag zum Aufsteigerduell in Augsburg antritt.